Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Etwa ein Viertel verschwindet wöchentlich

Fahrradklau im großen Stil: Google schickt Suchtrupp nach seinen Drahteseln los

Auf dem Google-Campus im kalifornischen Mountain View werden Tag für Tag zahlreiche knallbunter Fahrräder entwendet. Nun schickt der Suchmaschinen-Gigant sogar ein Spezial-Team zu deren Wiederbeschaffung los.

Doch nicht allwissend?

Google weiß angeblich so ziemlich alles über Dich und die ganze Welt. Die gespeicherten Daten und Aktivitäten über sich selbst kann man immerhin auch löschen lassen. Was Google wohl allerdings nicht zu wissen scheint, ist, wohin die Fahrräder des Hauptsitzes des Unternehmens in Mountain View verschwinden. Wöchentlich sollen dabei laut dem "Wall Street Journal" regelmäßig fast ein Viertel der insgesamt etwa 1.100 Bikes gestohlen werden – Grund genug für den Suchmaschinen-Riesen, um endlich dagegen vorzugehen.

Fahrrad-Gate

Damit sich seine Mitarbeiter zügig über den über 185.000 Quadratmeter großen Campus bewegen können, stellt Google etliche Fahrräder für sie zur Verfügung. Gemäß ihres alten "Don't be evil"-Mottos, besitzen die Räder keine Schlösser und können überall beliebig abgestellt und von anderen Angestellten weiterverwendet werden. Das Problem: Nicht nur Google-Mitarbeiter bedienen sich an dieser Bequemlichkeit. In ganz Mountain View tauchen die bunten Fahrräder auf, die schließlich in Vorgärten, auf Kneipendächern oder sogar in Flüssen wiedergefunden werden. Auch Ken Rosenberg, der Bürgermeister der Stadt gab gegenüber dem "Wall Street Journal" zu, sich nach einem Meeting auf dem Google Campus, eines der Räder "ausgeliehen" zu haben, um damit zu einem Kino zu fahren. Weitere Exemplare konnten sogar bereits bis nach Mexiko oder Alaska zurückverfolgt werden.

Gegenmaßnahmen

Um den wöchentlichen Verlust von bis zu 250 Google-Bikes zu verhindern, hat das Unternehmen inzwischen ein 30-köpfiges Team mit fünf Vans eingestellt, um die Räder in der Stadt wiederzubeschaffen. Des Weiteren wurde bereits ein Drittel der Gefährte mit einem GPS-Tracker ausgestattet, damit sie leichter wiedergefunden werden können. Zusätzlich experimentiert Google mit einem elektronischen Schlosssystem, bei dem Mitarbeiter die Fahrräder mit ihren Smartphones festketten und somit vor ungebetenen Nutzern schützen können. Bis es allerdings soweit ist, werden die Spezial-Beauftragten wohl noch weitere Räder in der Stadt aufspüren müssen.