Über fünf Jahre hinweg dehnte sie ihren Hals mit schweren Ringen. Heute bereut sie ihre damalige Sucht und hat noch immer Schmerzen im Nacken.
 
Giraffenfrau
Beispielfoto: Credit: Thierry Falise / GettyImages

Wollte aussehen wie ein Tier
Millionen von Menschen eifern ihren Idolen nach, lassen sich wie Kim Kardashian und Kylie Jenner die Lippen aufspritzen, für den perfekten Barbie-Look einige Rippen entfernen oder wollen exakt dieselben Tattoos auf der Haut tragen, wie ihr eigentliches Vorbild.

Auch Sydney V. Smith hatte eine besondere Vorliebe, war schon immer ein Fan von Tieren und verehrte Giraffen. Ihre Sucht führte schließlich sogar dazu, dass sie ihren eigenen Hals verlängern wollte und sich nach der Tradition der Padaung, einem Volk auf Myanmar, große Ringe nachmachen ließ. Den gefährlichen Halsschmuck trug sie über fünf Jahre hinweg, welcher ihre Schultern permanent nach unten drückte und somit dafür sorgten, dass sie ihrem Ziel ein Stückchen näher kam.

Ihr Schönheitsideal stellte die US-Amerikanerin schließlich über ihre eigene Gesundheit und nahm die drei Kilogramm schweren Ringe auf ärztliche Anordnungen wieder ab. Dennoch leidet sie auch Jahre später noch unter den Folgen ihrer damaligen Sucht, muss die Abdrücke ihrer Ringe überschminken und möchte diese niemals wieder tragen. Ihre erschlaffte Halsmuskulatur kam nach einigen Monaten wieder zu Kräften, Schmerzen hat sie noch immer.

Von dem Halsschmuck trennen möchte sich Sydney im Übrigen dennoch nicht und hebt diese in einem gläsernen Behälter auf ...

Frauen in Vietnam
Im Bergdorf Padaung in Myanmar, Vietnam, tragen bereits Kinder den schweren Halsschmuck, welcher “Brom” genannt wird, ihre Schultern auf lange Sicht deformiert und den Hals bildlich verlängert. Warum sie sich selbst einen sogenannten “Giraffenhals” verschaffen, weiß man nicht. Dass der Schmuck sie vor einem Genickbiss von Tigern schützen sollte, wurde bereits vor Jahrzehnten als Irrglaube in die Welt gesetzt. Auch der Mythos, dass Ehebrecherinnen ihren schweren Schmuck haben ablegen müssen und dadurch zum “Tod durch Genickbruch” verurteilt wurden, wurde längst zerschlagen.