Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Harmloser Spaß oder frauenfeindlich?

"MakeApp" schminkt Promis ab und erntet dafür scharfe Kritik

Wie sieht wohl das ungeschminkte Gesicht des Lieblings-Promis aus? Die "MakeApp" kennt die Antwort - sollte man zumindest meinen. Denn die unrealistische Darstellung von Frauen brachte dem Entwickler eine Menge Ärger ein.

"MakeApp"

Im Mai 2017 erschien die anfangs noch unscheinbare "MakeApp" im App Store von Apple. Zwei Monate später folgte allerdings ein Update, das für reichlich Kontroverse im Netz sorgte. So konnte man mit der App bislang nur virtuelle Schminke neu auftragen - ein neues Feature ermöglichte es fortan aber auch, sämtliches Make-Up von Personen aus Bildern und Videos zu entfernen. Leider werden die meisten Personen dabei auf ihren "Nachher"-Bildern nicht gerade vorteilhaft dargestellt. So würde die App beispielsweise absichtlich Unreinheiten und Rötungen auf das Gesicht projizieren, weshalb sich der Entwickler Ashot Gabrelyanov einigen Vorwürfen stellen musste.

Lustig oder einfach frauenfeindlich?

Jeder Mensch weiß, wie er selbst ungeschminkt aussieht. Bei den Gesichtern anderer wird es allerdings interessant - die "MakeApp" baut wohl genau auf dieser Neugier auf. Der mediale Aufschrei gegenüber dem Entwickler-Team um Ashot Gabrelyanov war allerdings auch dementsprechend groß. So werden dem russischen CEO Frauenfeindlichkeit und Sexismus vorgeworfen. Die Tatsache, dass eine derartige App auch noch von Männerhand erschaffen wurde, würde dies nur noch zusätzlich bekräftigen. Gabrelyanov selbst streitet sämtliche Anschuldigungen ab und beteuert in Interviews und auf seinem Twitter-Account immer wieder, dass er nie böse Absichten mit "MakeApp" hatte.

Schlechtes Licht

Der Entwickler kämpft nun vehement gegen den Internet-Shitstorm an und will laut einem seiner Tweets nun sogar das Web-Magazin "Business Insider" verklagen. Während Gabrelyanov sich mit der Presse herumschlägt, erfreut sich das Internet allerdings an reichlich Meme-Material. So wurden bereits die Gesichter von unzähligen Promis mit "MakeApp" bearbeitet - viele User verzichten dabei aber sogar komplett auf die App und erstellen einfach ihre ganz eigenen Vorher-Nachher-Collagen.

Manchen Stars kann aber auch das virtuelle Entfernen des Make-Ups nichts anhaben. So sehen beispielweise Taylor Swift oder die französische Schauspielerin Mélanie Laurent auch nach der Bearbeitung noch echt super aus - Respekt! Doch was sagt Ihr zur "MakeApp"? Sind die neuen Memes den Aufruhr wert oder findet Ihr das Ganze einfach nur sexistisch?