Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Gute Nachricht für alle Allergiker

​USA: Zwölfjährige will Methode entwickelt haben, die Allergien verhindern soll

Die zwölfjährige Iris Gupta hat im Rahmen eines Forschungswettbewerbs ein Mittel gefunden, welches das Entstehen diverser Allergien verhindern soll – und das Ergebnis ihres Projekts ist tatsächlich vielversprechend.

Das Leid der Allergiker

Allergien sind die Reaktion des Körpereigenen Immunsystems auf fremde Substanzen, die normalerweise für andere Menschen unschädlich sind. Personen, die beispielsweise unter Heuschnupfen leiden, müssen deshalb in der Blütezeit laufende Nasen und tränende Augen ertragen. Die Symptome einer solchen Allergie lassen sich zwar mit sogenannten Antihistaminika wie Diphenhydriam behandeln, die unter anderem gegen einen trockenen Mund wirken oder auch Krämpfe unterdrücken können, allerdings wäre es für Betroffene deutlich einfacher, wenn sie die Auswirkungen gar nicht erst spüren müssten. Eine Sechstklässlerin aus den USA hat deshalb eine Methode entwickelt, die die Entstehung einer allergischen Reaktion von Beginn an verhindern soll.

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So entsteht eine Allergie

Antikörper sind Proteine, die das Immunsystem mithilfe der weißen Blutzellen als Reaktion auf bestimmte Stoffe wie Allergene bildet, um diese schädlichen Substanzen zu bekämpfen. Hierzu gehört auch das Eiweiß Immunglobin E, welches eigentlich kleine Endoparasiten wie beispielsweise Bandwürmer oder Pilze abwehren soll. Allerdings sorgt der Antikörper in manchen Fällen auch dafür, dass die Allergene gebunden werden und das Gehirn das Hormon Histamin ausschüttet, welches unter anderem für ein Anschwellen des Gewebes verantwortlich ist – der Körper merkt sich diese Reaktion und entwickelt letztendlich eine Allergie gegen diesen Stoff.

Ein Forschungsansatz

Allergien lassen sich also nur vermeiden, wenn man einen Weg findet, das Protein Immunglobin E daran zu hindern, die Allergene zu binden. Experten kamen schon früher auf die Idee, Nanopartikel für diesen Zweck einzusetzen, da diese relativ günstig sind und durch ihre winzige Größe sogar einfach inhaliert werden könnten. Würden die Teilchen zu Beginn der Allergie-Saison verabreicht werden, könnte man so die Symptome einer allergischen Reaktion unterbinden. Die Frage ist jedoch, welche der Partikel am ehesten für dieses Vorhaben geeignet wären.  

Zwölfjährige erzielt vielversprechende Ergebnisse

Deshalb hat sich die zwölfjährige Iris Gupta im Rahmen des Forschungswettbewerbs "ultimate middle school science competition", genau mit dieser Frage beschäftigt. Die Schülerin kam auf die Idee, Gold-Nanopartikel für diesen Zweck einzusetzen – allerdings stand sie vor der Frage, wie groß die winzigen Teilchen sein dürften, um Immunglobin E daran zu hindern, auf Allergene im Körper zu reagieren. Bei ihren Tests hat sie herausgefunden, dass die Partikel in etwa eine Größe von 20 Nanometer haben sollten – ein Nanometer entspricht dabei einem Millionstel Millimeter. Das Ergebnis der Schülerin scheint vielversprechend und schürt die Hoffnung für Allergiker, bald ein richtiges Heilmittel zu finden – dennoch bedarf es weiteren Untersuchungen, um herauszufinden, wie genau die Nanopartikel zu diesem Zweck eingesetzt werden können.