Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Experte äußert gesundheitliche Bedenken

Diese negativen Auswirkungen hat die Zeitumstellung auf Deinen Körper

Es ist wieder soweit: Die Winterzeit beginnt und alle Uhren werden zurückgestellt. Eigentlich freut man sich, eine Stunde länger schlafen zu können, doch dies scheint unserer Gesundheit gar nicht einmal so gut zu tun.

Warum gibt es überhaupt die Zeitumstellung?

Der ursprüngliche Grund, die Zeit jedes halbe Jahr um eine Stunde umzustellen, reicht bis ins Jahr 1784 zurück. Die Idee dazu hätte laut "T-Online" niemand Geringeres als der US-Gründervater Benjamin Franklin gehabt. In der damaligen Winterzeit waren die Kosten für Kerzen sehr hoch. Durch die Umstellung war es für die Menschen während ihres Alltags länger hell draußen, weshalb auch der Kerzenverbrauch spürbar eingedämmt werden konnte.

In Deutschland wurde die Uhr wiederum erst im Sommer 1916 unter Kaiser Wilhelm II. umgestellt. In der Weimarer Republik wurde diese Änderung allerdings wieder verworfen. In den Siebzigerjahren  wurde die Umstellung in Folgen der Ölkrise schließlich wieder eingeführt. Als auch diese vorüber ging, war das Konzept bereits so in Europa etabliert, dass es fortan einfach beibehalten wurde.

Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Gesundheitsbedenken

Joseph Gannen ist leitender Schlafphysiologe an der britischen Klinik für Schlafstörungen in London und äußert gegenüber der Zeitung "Telegraph" seine Bedenken zur halbjährlichen Zeitumstellung. Obwohl wohl nur wenige Menschen mit bereits vorhandenen gesundheitlichen Problemen wirkliche Schäden befürchten müssten, sei diese Veränderung des Schlafrhytmus auch für alle anderen nicht gerade ein Vorteil. Laut der britischen Zeitschrift "The Telegraph" sei Gannen der Meinung, dass Leute, die ohnehin zu wenig schlafen würden oder Schwierigkeiten hätten, nachts gleichmäßig zu atmen, von eventuellen gesundheitlichen Folgen betroffen sein könnten.

Innere Uhr

In der stressigen Berufswelt können wir meistens leider nicht einfach zusammen mit der Sonne aufwachen. Man ist bereits früh auf den Beinen und kommt erst spät zur Ruhe. Ein geregelter Schlaf ist demnach absolut entscheidend für unsere tägliche Energie. Gannon ist überzeugt, dass sich hierbei auch die Verschiebung von nur einer Stunde bereits negativ auf unseren Schlafrhythmus auswirken kann. 60 Minuten weniger Licht am Abend könnten seiner Meinung nach bereits die Menge des Ruhephase-Hormons Melatonin im Körper in die Höhe steigen lassen. Infolgedessen würde man sich die ersten Wochen nach der Zeitumstellung sehr müde fühlen.

Was tun?

Es gibt einige einfache Tricks, um gegen die ungewollte Müdigkeit – vor allem während der Arbeitszeit – anzukämpfen. Die "Apotheken-Umschau" rät, dass selbst kurze Spaziergänge oder zwischenzeitliches Strecken und Dehnen hilfreich sein können. Außerdem könnte eine morgendliche kühle Dusche gut tun, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Frische Luft sei auch nie verkehrt – immer wieder das Fenster aufzumachen könnte demnach schon ein richtiger Wachmacher sein. Kurze Schläfchen sind – sofern man denn die Möglichkeit dazu hat – ebenfalls sehr wohltuend, dürfen die 30-Minuten-Grenze aber nicht überschreiten - sonst kann man schnell einmal in den Tiefschlaf verfallen. Ein Kaffee kann hier und da natürlich auch nicht schaden.