US-Forscher haben einen Kleber entwickelt, welcher ein Pflaster für nässende Wunden darstellt und zukünftig sogar innere Blutungen stillen soll.
 
Kleber

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Ist das die Zukunft?
Schnell hat man sich mal in die Hand geschnitten oder den Kopf gestoßen, sodass man mit einer kleinen Wunde ins Krankenhaus geht, verarztet wird und die nächsten Tage und Wochen mit Nähten oder Klammern durch die Gegend laufen muss. Diese lösen sich dann von selbst auf oder müssen am Ende gezogen werden.

Ein US-amerikanischen Forscherteam rund um Bioingenieur Dave Mooney von der Harvard Universität hat sich nun Gedanken gemacht und wollte einen Kleber kreieren, welcher feuchte Wunden perfekt verschließt und Klammern und Co. die Show stiehlt.

Die Klebstoffe, die es derzeit in der Medizin gibt, haben ihre Grenzen: Für viele Anwendungen haften sie nicht gut genug, insbesondere wenn Körperflüssigkeiten im Spiel sind, etwa Blut. Und die Klebstoffe, die noch am besten haften, sind ziemlich steif und unflexibel und machen die Körperbewegungen nicht mit, erklärte Mooney im Fachblatt "Science Translational Medicine" und fügte hinzu, dass das eigentliche Hilfsmittel aus elastischen Fasern bestehen und dichthalten muss.

Elastisches Hydrogel
Und siehe da? Sie haben es geschafft: Ihr Superkleber hört auf den Namen MeTro, was für das Protein Methacryloyl-substitutiertes Tropoelastin steht, welches in elastischen Fasern aus menschlichem Gewebe vorkommt. Demnach muss man das Gel in die Wunde geben, UV-Licht hinzufügen, welcher den enthaltenen Kleber aktiviert und die Wunde binnen 60 Sekunden schließt.

Bioingenieur Dave Mooney zeigt sich zuversichtlich und erklärte ebenfalls, dass Testversuche an Ratten bereits positiv verlaufen waren und nun erste Freiwillig gesucht werden, um das Gel auch am Menschen auszuprobieren.