Helle Blitze und zwei Verletzte: Ukrainische Munitionslager explodierten
Am 27. September explodierten Munitionsdepots auf dem Gelände des ukrainischen Militärs, 30.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.
Am 27. September explodierten Munitionsdepots auf dem Gelände des ukrainischen Militärs, 30.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.
Am Mittwoch, den 27. September explodierte 200 Kilometer westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehrere Munitionslager auf dem Gelände des Militärs in Vinnitsa. Den großen Knall, die damit verbundenen hellen Blitze und der schwarze Rauch waren nicht zu übersehen oder -hören und mehr als 30.000 Menschen in den umliegenden Dörfern mussten evakuiert und in Sicherheit gebracht werden. Der komplette Luftraum über der Region, sowie Bahnstrecken und Straßen wurde gesperrt.
Wladimir Groisman war noch in der Nacht nach Vinnitsa gereist und machte sich selbst ein Bild von der Lage. In einem weltweit ausgestrahlten Interview erklärte der Ministerpräsident: "Wir werden unser Bestes geben, um die Folgen des Unfalls klein zu halten.”
Auch sollen “externe Faktoren” für den Brand und die Explosionen verantwortlich gewesen sein. Präsidentenberater Juri Birjukow geht davon aus, dass das Lager möglicherweise mit einer Drohne angegriffen worden sei und zahlreiche Artillerie-Granaten und Raketen explodieren ließ. Wie viel der dort gelagerten 188.000 Tonnen Munition in die Luft gingen, weiß man unterdes noch nicht. Das Feuer, so fügte Groisman am Donnerstagmorgen (28.09) hinzu, sei bereits wieder gelöscht worden. Zwei Männer wurde nach Angaben der ukrainischen Regierung verletzt. Tote gibt es nicht, jedoch wurden unzählige Häuser und Fenster in der Umgebung der Munitionslager zerstört, wie die “AFP News Agency” bestätigte.
Das ist nicht das erste Mal, dass in der Ukraine ein Waffenlager explodiert ist. Erst im vergangenen März kam es in der Stadt Balaklija zu tagelangen Detonationen und mehrere Menschen kamen ums Leben.