So dreckig ist das heilige Weihwasser wirklich
Die Hochschule Furtwangen hat 54 Weihwasserproben miteinander verglichen und kam zu einem erschreckenden Ergebnis.
Die Hochschule Furtwangen hat 54 Weihwasserproben miteinander verglichen und kam zu einem erschreckenden Ergebnis.
Fast jeder von uns ist schon einmal in die Kirche gegangen und hat seine Finger ins Weihwasserbecken getunkt, sich mit den Fingern an der Stirn, dem dem Bauch und beiden Schultern berührt und nahm Teil am Gottesdienst. Doch welche Auswirkungen hat das ständige berühren des heiligen Wassers auf die eigentliche Hygiene des Beckens und kann man von diesem kirchlichen Ritual krank werden?
Diese Fragen sind Forscher und Studenten des Studiengangs “Molekulare und Technische Medizin” der deutschen Hochschule Furtwangen auf den Grund gegangen, haben 54 verschiedene Wasserproben eingesammelt und verglichen. Ihre Ergebnisse waren in der “Journal of Water and Health”-Zeitschrift veröffentlicht worden und erschrecken einen jeden Krichengänger: So wurden in Gotteshäusern in der City zwischen 1.500 und 21.000 Keime pro Milliliter gefunden. Dorfkirchen waren ein wenig hygienischer und wiesen “lediglich” 6.000 Keime pro Milliliter auf.
“Wir vermuten, dass dieser große Unterschied auf die höheren Besucherzahlen in den Stadtkirchen zurückzuführen ist. Die Keimzahl zeigte eine Korrelation mit den Gemeindegrößen. […] Gerade in Anbetracht einer immer älter werdenden Gottesdienstbesucherschaft wollten wir dieses Thema trotzdem untersuchen. Die örtlichen Kirchenvertreter standen unserer Untersuchung sehr aufgeschlossen gegenüber”, erklärte Studienleiter Markus Egert gegenüber der “derstandard.at".