Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Ärztefehler: Personaltrainerin sähe "zu gesund aus", um an Krebs erkrankt sein zu sollen

Was Vicky Veness aus Cheltenham passiert ist, grenzt an fahrlässige Tötung - denn Ärzte wollten sie nicht untersuchen und glaubten nicht, dass sie tatsächlich an Krebs erkrankt sei - da sie dafür zu fit aussähe.

Gesunder Lebensstil

Die 30-jährige Fitness-Liebhaberin Vicky ist gerade frisch verlobt, ihr Business als Peronaltrainerin könnte nicht besser laufen, sie ist jung, fit, raucht nicht und ernährt sich gesund. Dennoch wurde bei ihr Lungenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert. Metastasen haben zum Zeitpunkt der erschreckenden Diagnose bereits gestreut und andere Teile ihres Körpers befallen. Doch das alles hätte nicht sein müssen - hätten die Ärzte ihren Job richtig gemacht. 

Fehldiagnosen 

Als Vicky, die leidenschaftlich gerne an Marathonrennen an den Start geht und bereits den berühmten London Marathon absolviert hat, Anfang 2016 zu ihrem Hausarzt geht und über Unwohlsein und Atemnot klagt, verweist dieser sie an einen Kollegen, der der Ursache auf den Grund gehen sollte. Mehrere Doktoren bescheinigten der 30-jährigen Britin daraufhin Asthma - Vicky vertraute dem Wissen und Können der Ärzte und ließ sich gegen die angebliche Lungenkrankheit behandelt. Doch, ihr Leiden linderte sich nicht, im Gegenteil. Nachdem sich ihr Zustand verschlechterte, konsultierte Vicky Veness einen weiteren Arzt, der ihr 18 Monate nach ihrem ersten Arzttermin die niederschmetternde Botschaft überbrachte: Lungenkrebs, der bereits gestreut hat!

Statement 
"Leider wurden all meine Symptome als Asthma abgetan. Weil ich 'zu gesund' aussah wurden keine weiteren Untersuchungen durchgeführt", schildert Veness ihre Situation nun via Facebook. Mit ihrer Geschichte möchte sie andere Menschen dafür sensibilisieren, sich nicht mit der Diagnose eines Arztes zufrieden zu geben, sondern darauf zu pochen, dass etwas nicht stimmt. "Es ist egal, wie gesund man wirkt, wenn man sich aus irgendeinem Grund nicht gut fühlt, ist es ebenso egal, wie dumm man sich damit fühlt, ständig zum Arzt zu rennen. Es geht darum, nachzuhaken und nicht aufzugeben, bis man die Antwort hat, die man braucht. Diese Woche nach der Diagnose war die emotionalste und körperlich anstrengendste Challenge meines Lebens. Aber jetzt ist es an der Zeit, zu kämpfen".

Seit dem Befund vor wenigen Tagen, am 12. August 2017, hat Vicky es sich zum Ziel gemacht, den Krebs zu besiegen und anderen Mut zuzusprechen. Was für eine bewundernswerte Frau! #GoVicky