Atomarer Krieg? Nordkoreas Diktator Kim droht den USA mit einem Angriff
Aktuelle Hintergründe zu Kim Jong-uns Androhung, eine Atomrakete auf die US-Militärbasis Guam abzufeuern.
Aktuelle Hintergründe zu Kim Jong-uns Androhung, eine Atomrakete auf die US-Militärbasis Guam abzufeuern.
Die Machtspiele zwischen den USA und Nordkoreas scheinen kein Ende zu nehmen. Eine militärische Auseinandersetzung der Supermacht und des abgekapselten Staates, das unter dem Regime des Diktators Kim Jong-un steht, scheint kurz bevor zu stehen. Große Militärparaden, die Vorführung nuklearer Waffen und Tests ebendieser seitens Nordkorea sollen die Welt in Ehrfurcht vor dem dicklichen Diktator versetzen, der sein Land wie ein Familien-Unternehmer als alleiniger Herrscher führt und sein Volk verhungern lässt. Nach etlichen verbalen Attacken gegen die USA und restliche Teile der Welt, verhängten die Vereinten Nationen vor kurzer Zeit Wirtschaftssanktionen gegen Kim - eine Strafe, die nur das in Armut lebende Volk des Regimes trifft. Doch nun scheint es, als könne der dritte Weltkrieg unmittelbar bevorstehen. Amerikanische Geheimdienste wollen wissen, dass Nordkorea im Besitz eines Atom-Sprengkopfes namens Hwasong-12 ist, der als Langstreckenrakete eingesetzt werden kann. Verdeutlicht wurde dies im Nordkoreanischen Staatsfernsehen. Hier zu sehen: Eine Animation des Einschlags der Bombe. Das Ziel: Die US-amerikanische Militärbasis auf der Pazifikinsel Guam, in Mikronesien.
Am Dienstag erklärte der Commander-in-Chief, Donald Trump dann, dass er die Drohungen Nordkoreas nicht mehr dulde und erklärte in einem TV-Statement, das er noch aus seinem Feriendomizil in Bedminster (New Jersey) abgab, dass Korea im Falle eines Atomschlags "mit Feuer, Wut und Macht bekämpft" werden würde. Diese Äußerung und die Tatsache, dass der 45. Präsident der Vereinigten Staaten nicht selten wegen seiner minder diplomatischen Handlungen kritisiert wird, sorgen weltweit für Panik. Informationen zufolge soll ein Sprecher der nordkoreanischen Armee von einer "jederzeit" möglichen Ausführung des Plans eine Atombombe auf die 162.000 Einwohner Insel Guam abzufeiern, gesprochen haben. Weiter heißt es, "eine solche Attacke" würde ernsthaft in Betracht gezogen werden - so lässt es die staatliche Nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA, mit Sitz in Pjöngjang, verlauten.
Die Pazifikinsel, die mit Japan, den Philippinen und Papua Neuguinea ein Dreieck bildet, liegt etwa elf Flugstunden von Tokio und 3.500 Kilometer von Nordkorea entfernt und ist seit 1898 als Außengebiet der USA eingetragen. Anders als Hawaii gehört Guam zwar zu den USA, ist aber kein weiterer Staat. Das bedeutet, dass die Bewohner Guams Amerikaner sind, jedoch kein Stimmrecht in Wahlkämpfen besitzen. Etwa 5.000 Soldaten des amerikanischen Militärs sind auf der paradiesischen Pazifikinsel stationiert. Hinzu kommen Bombengeschwader, (Andersen Air Force Base im Norden der Insel), atombetriebene U-Boote (Naval Base Guam im Westen der Insel) und weitere militärische Ausrüstung. Durch seine Lage ist Guam der ideale Stützpunkt für die USA, um im Kriegsfall binnen kürzester Zeit agieren zu können. So verkürzt sich die Flugzeit für auf Guam stationierte Kampfpiloten, deren Ziel Korea ist, um etliche Stunden.
Bereits vor vier Jahren drohte Kim Jong-un dem damaligen Präsidenten Barack Obama mit einem atomaren Rundumschlag. Die Präsenz und Angst der gesamten Weltbevölkerung liegt in der abermaligen Attacke jedoch darin, dass Nordkorea mittlerweile im Besitz eines solchen Langstrecken-Sprengkopfes sein soll, der nach Angaben des Staatsfernsehens, die selbe Wucht haben wird, wie die Atombomben, die die Vereinigten Staaten von Amerika am 6. und 9. August 1945 auf die Städte Hiroshima und Nagasaki abwarfen. Ist die Bedrohung real? Stimmen die Einschätzungen amerikanischer Geheimdienste und des Verteidigungsministeriums Japans, so habe Nordkorea in den vergangenen vier Jahren enorme Fortschritte in der Weiterentwicklung seiner Waffen gemacht. Man schließe nicht aus, dass Kim Jong-un mittlerweile in der Lage ist, einen derartigen Atomsprengkopf zu entwickeln, der Guam treffen könnte. Und auch Südkoreas Hauptstadt Seoul, in der 25 Millionen Menschen leben, wäre im Fall des Falles ein Ziel für Kim, der das zwiegespaltene Land ganz einnehmen und in eine Gesamt-Diktatur verwandeln will.
Superstar Adele äußerte sich vor wenigen Stunden ebenso zu der bedrohlichen Lage, die den Weltfrieden abermals auf den Prüfstand stellt und gab an, für den Fall eines atomaren Anschlags, Lebensmittelrationen zu bunkern.