Der Stein, der das Bierfass zum Rollen brachte, ist der Satz: "Endlich kein Bier mehr aus Herford". Den ließ Mike Cacic auf die Etiketten seines "Bielefelder Flutlicht"-Biers drucken. Der provokante Satz, der mit einem Augenzwinkern für die Qualität des neuen Bieres stehen sollte, ging allerdings gehörig nach hinten los, als sich eine große Brauerei bei der Wettbewerbszentrale über die provokante Etikettierung beschwerte. Der "Ravensberger Brauerei" brachte das eine saftige Unterlassungserklärung wegen Verunglimpfung eines Mitbewerbers ins Haus. Außerdem dürfe Cacic kein "Bielefelder Bier" verkaufen, das nicht in Bielefeld gebraut wurde. Aufgrund der hohen Kunden-Nachfrage ließ er den goldenen Gerstensaft nämlich in der "Schlossbrauerei Rheder" in Brakel brauen, das etwa eine Auto-Stunde von Bielefeld entfernt liegt. Diese konnten schlichtweg mehr , in kürzester Zeit, produzieren.
Bis zum 1. Oktober 2017 muss die Brauerei nun alle 160.000 betroffenen Flaschen entsorgen. Mit einer großen "Alles-muss-raus"-Kampagne will Mike Cacic diesen Fauxpas allerdings in eine gewinnbringende PR-Aktion mit Partys und Gewinnspielen verwandeln – und das scheint ihm auch zu gelingen. Neben Berichten von etlichen Zeitungen war der 29-Jährige bereits im Fernsehen bei "Sat.1" zu sehen. Ob der Jungunternehmer seine knapp 53.000 Liter Bier loswerden kann, bleibt allerdings abzuwarten. Wenn Ihr Mike bei seiner mutigen Unternehmung unterstützen wollt, müsst Ihr lediglich das Bierglas heben – da hilft man doch gerne!