Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Hoffentlich ist das Bild nicht verwackelt

Domino-Effekt: Frau zerstört für Selfie 200.000 Dollar teures Kunstwerk

Eine Besucherin der "The 14th Factory"-Ausstellung in Los Angeles zerstörte für ein einziges Selfie ein Ausstellungsstücke im Wert von 200.000 US-Dollar. So leid einem die Dame tun kann, so witzig ist das Video, das die Überwachungskamera des Museums festhielt.

Eine Besucherin der "The 14th Factory"-Ausstellung in Los Angeles zerstörte für ein einziges Selfie ein Ausstellungsstücke im Wert von 200.000 US-Dollar. So leid einem die Dame tun kann, so witzig ist das Video, das die Überwachungskamera des Museums festhielt. 

Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Einfache Physik

Egal, ob man ein Ass in der Schule war oder nicht - eines sollte jedem klar sein: Lehnt man sich an einen Korpus, dem darauffolgend weitere Korpusse angeschlossen sind, so könnte man davon ausgehen, dass ein Domino-Effekt auftritt, der alle Säulen nacheinander in Reih und Glied umfallen lässt. Doch wie immer muss es ja einen Menschen geben, der in Physik nicht so gut aufgepasst hat. In diesem Fall handelt es sich um eine junge Besucherin einer Kunstausstellung in Los Angeles. Das Thema in der Galerie sollte Multimedial sein - wie passend war es da, dass die Unbekannte vor der Installationen "Hypercaine" des britischen Künstlers Simon Birch, ein Selfie schießen und dieses mit ihren Freunden teilen wollte. Doch, dabei hatte sie die Rechnung wohl ohne die Schwerkraft und ihren eigenen Gleichgewichtssinn gemacht. 
 

200.000 US-Dollar Schaden

Eine Überwachungskamera, die auf die Säulen in der Halle gerichtet ist, zeigt deutlich, wie sich die junge Frau mit einer Freundin im Schlepptau anpirscht. Sie sucht sich eine Säule aus, von der sie ausgeht, dass sie einen guten Hintergrund für ein cooles Selfie abgibt, kniet sich hin - und fällt um. Mit ihr allerdings auch alle 15 Korpusse, auf denen verschieden geformte Kronen liegen. Erschrocken springt sie auf und muss mit ansehen, wie der Domino-Effekt, den sie ausgelöst hat, die komplette Installation zu Boden reißt und zerstört. Ein Mitarbeiter der Galerie eilt panisch herbei und hilfesuchend umher, während die Täterin versucht, ihr Missgeschick schnell auszubügeln.
 

Doch der wahre Schock kam wohl erst im Nachhinein. Zwölf der Säulen und der darauf platzierten Kronen wurden laut Gloria Yu, einer in das Projekt involvierten Künstler, irreparabel beschädigt. Die Statuen, die aus Edelmetallen, marmoriertem Holz, Nylon und Alteisen bestehen, haben einen Wert von 200.000 US-Dollar, umgerechnet entspricht dies etwa 173.500 Euro. Vermutlich wird die Selfie-Schubserin die Rechnung jedoch nicht tragen müssen, da Kunstgegenstände in der Regel versichert sind. Dennoch sind sich die Veranstalter des "The 14th Factory"-Kunstprojekts sicher, dass es sich hierbei um das teuerste Selfie aller Zeiten handelt. Ob die junge Frau jedoch überhaupt in der Eile und Hektik das gewünschte Foto bekam und wie dieses aussieht, bleibt wohl ihr Geheimnis. Übrigens: Die Ausstellung im Stadtteil Lincoln Heights endet Ende Juli. Kunstinteressierte sollten sie also schnellstens besuchen - bevor noch mehr Stücke zu Bruch gehen. 
 

Selfie Domino
Selfie Domino