Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt

Stimmt mit ab: Lebensfreude oder Terrorangst?

Der gestrige Bombenanschlag in Manchester ist leider nur einer, der sich häufenden Angriffe auf die europäische Bevölkerung. Paris, Nizza, Istanbul, Stockholm, Berlin! Sollten wir künftig – und vor allem unsere Kinder – große Veranstaltungen und Unternehmungen meiden, oder sollten wir uns von solch Feigen angriffen auf die westliche Welt nicht einschüchtern lassen?

Der gestrige Bombenanschlag in Manchester ist leider nur einer, der sich häufenden Angriffe auf die europäische Bevölkerung. Paris, Nizza, Istanbul, Stockholm, Berlin! Sollten wir künftig – und vor allem unsere Kinder – große Veranstaltungen und Unternehmungen meiden, oder sollten wir uns von solch Feigen angriffen auf die westliche Welt nicht einschüchtern lassen?

Der Terror auf unserem Boden

Der Anschlag auf die Manchester Arena, der sich am gestrigen 22. Mai 2017 während eines Ariana Grande Konzertes ereignete, versetzte die ganze Welt in Schock. Mindestens 23 Menschen starben während des Bombenangriffs. Weitere 59 mussten von Rettungskräften an Ort und Stelle versorgt werden und sind nun in verschiedenen Krankenhäusern untergebracht. Die islamistische Terrormiliz "IS" hat den Anschlag, bei dem auch Kinder ums Leben kamen, laut Focus inzwischen für sich reklamiert. Der gestrigte Anschlag war nur leider nicht der erste dieser Art.

Vor zwei Jahren erschossen "IS"-Terroristen in Paris 17 Menschen bei einem Angriff auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo". Im November 2015 folgte eine wohl geplante Reihe von Anschlägen auf mehrere öffentliche Plätze der Pariser Innenstadt. Darunter befand sich neben dem großen Konzertsaal "Bataclan" auch das berühmte "Stade de France", in der zum Zeitpunkt der Angriffe die deutsche Fußballnationalmannschaft ein Freundschaftsspiel gegen Frankreich bestritt. Bei den insgesamt sechs Anschlägen wurden 130 Menschen getötet und weitere 350 verletzt. Auch hier bekannte sich der "Islamische Staat" zu den Angriffen. Während des französischen Nationalfeiertags wurde im vergangenen Jahr auch die Stadt Nizza von einem grausamen Ereignis erschüttert. An einer Strandpromenade raste ein "IS"-Anhänger mit einem Lastwagen durch eine große Menschenmenge und tötete dabei 84 Menschen. 150 weitere Personen wurden teilweise schwer verletzt. Auch die Türkei wurde in der vergangenen Silvesternacht von Trauer überschattet, als ein bewaffneter Mann in den Nachtclub "Reina" in Istanbul eindrang und dort 39 Menschen tötete. Wieder bekannte sich der "IS" zu der grausamen Tat.

Erhöhte Vorsicht oder Stärke aus Trotz?

Die immer häufigeren Anschläge erschüttern jedes Mal aufs Neue die ganze Welt und werfen wiederholt schwierige Fragen auf: Sollten wir langsam darüber nachdenken, große Veranstaltungen und öffentliche Plätze zu meiden, um unsere Sicherheit nicht potenziell zu gefährden? Oder dürfen wir uns gerade jetzt nicht einschüchtern lassen und sollten den Terroristen mit Stärke und Zusammenhalt trotzen und unser Leben genauso weiterleben, wie zuvor?

Die Meinungen gehen dabei weit auseinander. So sind einige Mitmenschen der festen Meinung, dass sie gerade nach solchen Ereignissen ihr Leben weiterhin frei und selbstbestimmt fortführen werden. Vor allem Eltern kleiner Kinder drücken allerdings große Bedenken aus und bangen um die Sicherheit ihrer Schützlinge. Wenn jetzt sogar Anschläge gezielt auf wehrlose, unschuldige Kinder verübt und dabei stets feierliche Veranstaltungen anvisiert werden – wo können wir uns denn dann in unserem eigenen Land überhaupt noch sicher fühlen? Doch ungeachtet der der unterschiedlichen Ansichten, steht eines wohl zweifelsohne fest: Europa, die Welt, muss im Kampf gegen den augenscheinlich nicht endenden Terror, eine geschlossene Einheit bilden - und zwar nicht nur an Tagen wie diesen. Egal aus welchem Land wir kommen, welcher Religion wir angehören, welche Partei wir wählen - es Hilft zu wissen, dass man mit der Frage nach dem Warum und dem tiefen Schmerz, der in der Vergangenheit viel zu oft durch bestialische und feige Attentate hervorgerufen wurde, nicht alleine ist.

Was sagt Ihr zu dem Thema? Lasst Ihr Euch von nichts in der Welt aus der Bahn werfen oder denkt Ihr ernsthaft darüber nach, öffentliche Veranstaltungen in Zukunft zu meiden?