MedUni Wien erklärt: Reden sorgt für besseren Sex
Dank der medizinischen Universität in Wien wissen wir nun, dass ein glückliches Sexleben eine funktionierende Kommunikation braucht.
Dank der medizinischen Universität in Wien wissen wir nun, dass ein glückliches Sexleben eine funktionierende Kommunikation braucht.
Möchte man eine funktionierende Beziehung führen, darf es nicht nur im Bett funktionieren. Man muss sich seinem Partner öffnen und über den Alltag, Probleme und Ängste, sowie positive und negative Ereignisse sprechen können. Ohne diese zwischenmenschliche Kommunikation wird eine Partnerschaft auf kurzer oder langer Sicht scheitern.
An der medizinischen Universität in Wien haben Wissenschaftler die eben genannten Schwierigkeiten der Kommunikation erforscht und kamen zu dem Ergebnis, dass eine offene Unterhaltung meist Wunder bewirken kann. Unter der Leitung der Internistin und Sexualmedizinerin Michaela Bayerle-Eder wurden aus diesem Grund 30 Frauen mit Sexualstörungen beobachtet, welche mindestens zwei und höchsten 33 Jahre lang mit ihrem Partner zusammen waren. Und während 15 Damen eine Hormonbehandlung mit Oxytocin bekamen, gab man den restlichen Sexualpartnerinnen ein Placebo.
Beiden Gruppen wurde angeraten, über ihre Probleme und Sorgen zu sprechen. Nach der Forschungszeit kam Studienautorin Bayerle-Eder zu folgendem Ergebnis: “Allein, dass in der Beziehung mehr über Sexualität gesprochen wurde, und dass Mann und Frau ein gemeinsames Tagebuch führen mussten, hat geholfen, das sexuelle Erleben zu steigern. Nicht allein das Medikament hilft, sondern viel wichtiger ist offensichtlich die funktionierende, soziale Interaktion in einer Beziehung.”
Weitere Informationen zur Studie werden beim 4. Symposium „Sexualmedizin Interdisziplinär“ an der MedUni in Wien preisgegeben.