Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Justin Burch verordnete sich eine Strafe von knapp 300 Euro

Gleiches Gesetz für alle! US-Police-Officer schreibt sich selbst einen Strafzettel

Von Polizisten möchte man behaupten, sie selbst müssten nie einen Strafzettel bezahlen, oder? Um zu zeigen, dass auch für Beamten das gleiche Recht gilt wie für Privatpersonen, brummte sich ein US-Officer selbst einen Strafzettel für zu schnelles Fahren auf.

Von Polizisten möchte man behaupten, sie selbst müssten nie einen Strafzettel bezahlen, oder? Um zu zeigen, dass auch für Beamten das gleiche Recht gilt wie für Privatpersonen, brummte sich ein US-Officer selbst einen Strafzettel für zu schnelles Fahren auf. 

Same same but different

In den USA herrschen oft hitzige Diskussionen darüber, ob sich Polizeibeamte über das Gesetz stellen würden und eigenmächtige Entscheidungen treffen. Dabei erhalten Polizisten doch erst den nötigen Respekt, wenn sie sich selbst an die Gesetze und Regeln halten, die sie verkörpern. Als Chief Officer des kleinen Orts Sperry, im US-Bundesstaat Oklahoma, setzte Justin Burch jetzt einen Meilenstein in Sachen polizeilicher Integrität - der Cop schrieb sich selbst einen saftigen Strafzettel für zu schnelles Fahren. Ich hatte einen persönlichen Grund in Eile zu sein, doch meine Geschwindigkeit war nicht angemessen", erklärt Chief Burch auf der offiziellen Facebook-Seite des örtlichen Polizeireviers. Bei nur knapp 1.000 Einwohnern bleiben Straftaten in Sperry selten unbeobachtet. So hat auch hier ein anonymer Bürger bei der Polizeistation ein Video eingereicht, das den Chief auf frischer Tat ertappte. Dazu sei gesagt, dass es sich bei Burchs Vergehen nicht um einen polizeilichen Einsatz, sondern um eine private Fahrt handelte. 

Video-Beweis belegt 

Demnach habe er die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h bei weitem überschritten. Laut seines Facebook-Statements war Burch teilweise über 40 km/h zu schnell unterwegs. Der Police Chief zeigt sich einsichtig: "Ich bin genauso für meine Taten verantwortlich wie jeder andere. Also habe ich mir selbst einen Strafzettel ausgeschrieben und werden diesen auch bezahlen, wie es jeder Bürger tun würde und tun müsste". Justin Burch zeigt am Ende seiner Aussage auch Reue und entschuldigt sich aufrichtig für seine Geschwindigkeitsübergrenzung. 

Saftige Strafe 

Für sein selbst ausgestelltes Knöllchen wird Burch knapp 300 Euro an seinen Arbeitgeber, das Polizeirevier in Sperry, zahlen müssen. So cool und ehrlich dieses Eingeständnis scheinen mag: Hätte ein Anwohner Burchs Raßerei nicht zufällig gefilmt und seinen Kollegen zugespielt, hätte dieser sich niemals selbst ein Ticket ausgestellt - das gibt der Polizist gegenüber des örtlichen TV-Senders KTUL zu. Er fügte allerdings hinzu, dass er wie jeder andere, der bei einer Straftat oder eines Gesetzesverstoßes erwischt würde, für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden müsse. Die Resonanz auf das ehrliche Statement von Chief Burch fällt unglaublich positiv aus. Die Kommentare loben seine Aufrichtigkeit und die Leute zeigen sich stolz, einen Police Chief wie Justin Burch in ihrer Stadt zu haben.