Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Die Notlandung glückte

Katastrophe in der Luft: Cockpit-Scheibe platzt während des Flugs

Ein Passagier-Flugzeug der britischen Fluggesellschaft Thomson Airways musste aufgrund einer stark beschädigten Cockpit-Scheibe in Portugal notlanden.

Ein unangenehmes Urlaubsende

Das Ende eines entspannten Urlaubs ist nie einfach. Schon bei der Heimreise merkt man, wie sich der Stress-Pegel langsam anhebt und man automatisch wieder in die alltäglichen Strapazen hineingezogen wird. Passagiere des Thomson Airways Flugs TOM6606 aus Las Palmas mussten allerdings zweimal kräftig durchatmen. Ihre Maschine wurde zur Notlandung in der portugiesischen Metropole Porto gezwungen, bevor sie mit der britischen Stadt Bristol ihr eigentliches Ziel erreichen konnte.

Erste Anzeichen, dass das Flugzeug Probleme aufwies, machten sich breit, als die Reisenden bemerkten, dass der Pilot die Flughöhe von 9.000 Meter auf ungewöhnlich niedrige 3.000 Meter reduzierte. Passagierin Laura beschreibt der örtlichen Zeitung "Bristol Post" ihre persönlichen Eindrücke während des Flugs. So wurden die Fluggäste über einen "technischen Fehler" informiert, bevor sie erfuhren, dass die Windschutzscheibe des Cockpits während des Flugs erhebliche Schäden erlitten hatte. "Es gab ein paar Leute, die sehr nervös aussahen, aber die Mehrheit ist ruhig geblieben", erzählte Laura der "Bristol Post". Sie fuhr fort: "Aufgrund der plötzlich reduzierten Flughöhe wurde uns bereits vor der Ansage des Piloten klar, dass etwas nicht stimmt. Bei der Landung gab es großen Applaus". Die Stewardessen wiesen sie dann beim Aussteigen auf die gerissene Cockpit-Scheibe hin. Ein anderer Fluggast beschreibt die Lage am Porto Airport. Demnach wurden die Passagiere mit Essensgutscheinen entschädigt, für deren Einlösung sie Schlange standen, während sie auf den nächsten Flug warteten. Trotz der turbulenten Notlandung seien die Reisenden aber ziemlich optimistisch geblieben.
 

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Kein Einzelfall

Der erste Vorfall dieser Art war der Flug TOM6606 übrigens nicht. In verblüffender Ähnlichkeit riss bereits im Jahr 2015 die Cockpit-Scheibe inmitten eines Thomson Flugs. Kurioserweise war an jenem Tag Bristol der Standort des Startflughafens. Das damalige Ziel Teneriffa wurde allerdings nicht erreicht, da das Flugzeug auf halber Strecke umdrehen und sich zurück nach Bristol begeben musste. Noch bizarrer ist, dass sich die Maschine zum Zeitpunkt des Wendemanövers ebenfalls über der portugiesischen Stadt Porto befand. Wieder einmal bewarheitet sich der Satz "Geschichte wiederholt sich".