Wissenschaftler erforschen schon lange unsere "innere Uhr". Als fester Teil jedes Säugetiers, beeinflusst sie viele Körperfunktionen, wie den Blutdruck und die Körpertemperatur. Das Kontrollzentrum dieser biologischen Uhr befindet sich im Hypothalamus unseres Gehirns und wird auch Nucleus suprachiasmaticus genannt. Um allerdings Knoten in der Zunge zu vermeiden, wird dieser Teil des Hirns auch einfach mit SCN abgekürzt. Neuen Studien zufolge, entdeckten Forscher der Edinburgh Universität in Schottland jetzt eine Verbindung des SCN mit unserem Auge. Demnach sollen bestimmte Zellen unserer Retina Helligkeits-Veränderungen in der Umgebung registrieren und entsprechende Signale an den SCN senden. Mit dieser Erkenntnis könnten Experten eine neue Art von Augentropfen entwickeln, die diese Signale beeinflussen und somit unsere körperliche "Master-Uhr" zurücksetzen, damit sie sich schneller an neue Zeitzonen anpassen kann. Dadurch könnten nicht nur Jetlags der Vergangenheit angehören, sondern auch Nachtschicht-Arbeiter von einem gesunderem Schlafrhythmus profitieren. Noch bezieht sich diese bahnbrechende Entdeckung aber nur auf Theorien und erste Tests mit Laborratten. Bis die Wunder-Augentropfen spruchreif sind, werden wir uns wohl noch mehrere Jahre gedulden müssen.
Während wir warten, könnten sich allerdings andere Methoden ergeben, den Jetlag zu kurieren. Glaubt man einer Studie des Stanford University Medial Centers in Kalifornien, so sollen gezielte Licht-Blitze, wie die einer Kamera, während des Schlafs unser Gehirn austricksen, um den inneren Rhythmus zurückzusetzen. Allerdings kann wohl zweifelsohne nicht jeder, wenn nicht sogar die wenigsten, umgeben von Blitzlichtgewitter ruhig schlafen, weshalb wir wohl oder übel noch ein Weilchen auf die befreiende Lösung unseres Jetlag-Problems warten müssen.