Online kann man allerlei Kuriositäten ersteigern - wie zum Beispiel einen Panzer für etwa 35.000 Euro. Dass sich diese Anschaffung aber dermaßen auszahlen würde, hätte Käufer Nick jedoch nicht vermutet. 

Wertvolle Ausbeute
Diesen Moment werden der Brite Nick Mead und sein Kumpel Todd Chamberlain sicher nie wieder vergessen. Der massive Panzer, den die beiden Autonarren ersteigerten, ist nur ein weiterer Wagen in Nicks Fuhrpark, der aus stolzen 150 Fahrzeugen besteht. Die Sammlung steht auf dem Hof des 55-Jährigen im britischen Helmdon im Bezirk Northamptonshire. Nachdem der Fahrzeug-Liebhaber auf eBay über den angebotenen Panzer stieß, zögerte er nicht lange. Er tauschte das Militär-Fahrzeug gegen einen Armee-Lastwagen und eine Waffe aus seiner Sammlung - alles zusammengerechnet hatte einen Gegenwert von 35.000 Euro. Kein schlechtes Geschäft wie sich nun zeigte. Als der Panzer auf Nicks Hof rollte, machten sich Todd und er sofort an die Restaurierung des russischen Kampffahrzeugs mit der Bezeichnung T54/69. Während ihrer Arbeiten fiel den beiden Männern jedcoh ein ungewöhnliches Geräusch auf. Um der Sache nachzugehen, öffneten Mead und Chamberlain den Dieseltank des Gefährts - und fanden fünf Goldbarren im Wert von unglaublichen 2,3 Millionen Euro. 

 

Dürfen die Finder das Gold behalten?
"Wir wussten nicht, was wir tun sollten. Du kannst ja nicht einfach fünf Goldbarren zum Pfandleihhaus bringen, ohne dass man dir Fragen stellt. Deshalb alarmierten wir die Polizei über unseren Fund", berichtet Nick Mead der britischen "The Sun". Vermutet wird, dass das Gold den frühen Neunzigern entspringt, als der Panzer im Golfkrieg zum Einsatz kam. In diesem Zusammenhang wurde das Gold womöglich von irakischen Soldaten gestohlen. "Sie müssen ein Loch in den Tank geflext und die Goldbarren darin versteckt haben", vermutet der 55-jährige Mead. Die Barren, die sich nun Polizeigewahrsam befinden, werden dort auf ihren Ursprung untersucht. Als Beleg für seinen unglaublichen Millionen-Fund erhielt Nick einen Beleg, den er sich einrahmen will. Denn bis jetzt ist nicht klar, ob die Finder das Gold behalten durfen oder der rechtmäßige Besitzer ermittelt werden kann. In diesem Fall dürfen Nick und Todd sicherlich dennoch mit einem Finderlohn finden, der hoffentlich nicht all zu klein ausfallen wird. Wann endlich Klarheit über den Verbleib der Millionen herrscht, bleibt abzuwarten. Ein Polizeisprecher aus Northamptonshire berichtete der "The Sun", man könne aus betrieblichen Gründen derzeit keine weiteren Angaben zu dem wertvollen Metall machen, das insgesamt 22,5 Kilogramm wiegt.

Ürbigens ist es Privatpersonen in den meisten Ländern erlaubt, Panzer und andere Militär-Fahrzeuge zu halten. Allerdings müssen diese immer sofort nach dem Kauf auf Waffen hin untersucht werden. Im öffentlichen Straßenverkehr darf man damit natürlich nicht fahren.