“Mir geht’s gut. Wenn Ihr mit meiner Familie sprecht, lasst sie wissen, dass es mir gut geht. Ich mache nur mein eigenes Ding. Ich möchte mit niemandem sprechen. Ich wollte nicht länger in diesem Haus bleiben. Ich brauchte einfach eine Auszeit“, erklärte Leonie Graves in einem ersten Statement gegenüber “MailOnline“ irren wirren Nacktauftritt auf den Straßen der Millionenmetropole Bangkoks - dies bleibt bis dato ihre einzige Aussage zu den Geschehnissen. Die junge Frau wurde auf ihrer Reise durch Thailand von Freunden als vermisst gemeldet und wurde erst durch Augenzeugen, die die verwirrte, nackte Frau in der Hauptstadt Thailands entdeckten, wiedergefunden. Als diese Graves jedoch ansprechen und ihr Hilfe anbieten wollten, egriff diese die Flucht. Erst alarmierten Polizeibeamten gelang es die nackte Britin einzukesseln, ihr eine Decke zu reichen und die Vermisste mit aufs Polizeirevier zu nehmen. Da sie dort nur wirre Phrasen von sich gab, wurde die 35-Jährige zur Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert.
Viele Unklarheiten
Rettungssanitäter Jakchai Banyensakul berichtete von seinem Aufeinandertreffen mit der Frau, die in der belebten Khao San Road aufgegriffen wurde: “Das mit ihr machte keinen Sinn. Sie wird nicht preisgeben, was ihr passiert ist, und sie lehnte es ab, Fragen auf thailändisch oder englisch zu beantworten“, so Banyensakul. Der Verdacht, die Frau sei möglicherweise entführt oder misshandelt worden, hätte sich nach den ärztlichen Untersuchungen nicht erhärtet. “Wir wissen nicht, warum sie vor uns weggerannt ist und werden ein paar Tage warten müssen, bis sie sich beruhigt hat, um dann herausfinden zu können was mit ihr los ist“, so ein ermittelnder Polizeibeamte. Da in Thailand Nudismus nur unter bestimmten Auflagen erlaubt ist, bleibt ungeklärt, ob der Auftritt der Britin ein Wiedereinreiseverbot zur Folge hat.
Wie sich nun herausstellte, war Graves Mutter nach Thailand gereist, um sich mit ihrer Tochter auszusöhnen. Scheint ganz so, als würde noch einiges Ungeklärtes hinter dem dubiosen Auftritt der britischen Touristin stecken.