Mit einem falschen Ryan Gosling ergaunerte sich die „Circus-HalliGalli“-Crew eine Goldene Kamera. Das kuriose Gosling-Gate hat nun auch amerikanische Late-Night-Shows erreicht - doch diese fanden den Streich irgendwie alles andere als gelungen. 
Gosling-Gate

Credit: Christopher Polk/GettyImages

Streich geht in Fernsehgeschichte ein
Mit einer aufgemotzten Agentur-Website, dem dreistesten Anforderungskatalog aller Zeiten und einem eher schlechten als echten Ryan Gosling-Double zogen Joko und Klaas ihren bisher heftigsten Streich ab – auf Kosten des ZDFs. Die witzigsten Lausbuben des deutschen Fernsehens wollten unbedingt noch eine Goldene Kamera verliehen bekommen, bevor sie ihrer Sendung „Circus HalliGalli“ für immer Lebewohl sagen. Vor einem Millionenpublikum schickten sie deshalb einen falschen Ryan Gosling auf die Bühne, der den - extra für den Hollywoodstar erschaffenen - Preis in der Kategorie „bester internationalen Film“ in Empfang nahm. Sechs Wochen tüftelte das gesamte „Circus HalliGalli“-Team an der waghalsigen Aktion - das Gosling-Gate tatsächlich ein Erfolg wurde, schockte dann selbst Joko und Klass. Ludwig Lehner, der falsche Ryan Gosling, ist übrigens Koch in einer Kantine in Poing, bei München Unter den peinlich berührten Gästen der Preisverleihung waren auch Filmgrößen wie Nicole Kidman, Jane Fonda und Colin Farrell, der selbst ein guter Freund von Ryan Gosling ist. Farrells Reaktion auf den peinlichen Abend ist inzwischen zum Meme geworden:

 

International peinlich
Inzwischen machen sich auch die Amerikaner über das „Gosling-Gate“ lustig: Vom Time-Magazine bis zur Vanity Fair berichteten die internationalen Medien über den Medien-Stunt bei der Goldenen Kamera. Die Reaktionen reichten vom belustigten Augenzwinkern bis zum schockierten Ausruf: „Was ist da nur los bei den Preisverleihungsshows!?“ Jetzt hat sich der legendäre Late-Night-Moderator Conan O’Brien in die Debatte eingemischt. Der amerikanische Talk-Show-Host konnte es sich nicht nehmen lassen, den Vorfall in seine Show aufzunehmen und sich gehörig darüber lustig zu machen. „Ganz ehrlich, sogar ich sehe mehr aus wie Ryan Gosling“, scherzt er und fragt sich scheinheilig, ob er nicht vielleicht selbst schon mal Opfer eines Doubles geworden sei. In Videos von vergangenen Interviews mit Ryan Gosling suchte O’Brien angeblich nach Hinweisen – und wurde fündig. Mit einer ganzen Reihe lächerlicher Doppelgänger, die kein bisschen aussehen wie der „Sexiest Man Alive“ sorgt er für Lacher. Seht selbst:

 

Mit Liebe zum Detail geplant
Wer es noch nicht getan hat, der sollte sich die „Circus HalliGalli“ Behind-The-Scences-Dokumentation anschauen. In zwei kurzen Videos zeigt das ProSieben-Team, wie sie den Streich von langer Hand geplant und schließlich in die Tat umgesetzt hatten. Der Veranstalter der Preisverleihung, das ZDF, fordern den „gestohlenen“ Preis übrigens zurück – damit er dem echten Ryan Gosling übergeben werden kann. Ob der echte Ryan diesen überhaupt jemals wollte, lassen wir mal dahingestellt.