Die Aussagen des Mannes und seine Einordnung, die junge Frau sei selbst schuld an dem Missbrauch gewesen, sorgen derzeit für Empörung. Mit einem Gehalt von umgerechnet 200.000 Euro und viel Macht im kanadischen Rechtssystem, erfährt Camp nun Widerstand von vier Anwälten. Diese legten Beschwerde gegen den 64-Jährigen ein. Inzwischen hat der Richter sich für sein inakzeptables Verhalten entschuldigt: “Ich habe erkannt, dass ich mit der Haltung, die ich während der Verhandlung gezeigt habe, viele Menschen verletzt habe“. Dennoch leitete der kanadische Justizrat eine Untersuchung gegen Camp ein, in welcher seine bisherige Arbeit überprüft wird. Fälle, die mit sexueller Gewalt zu tun haben, darf er künftig nicht mehr übernehmen. Eine Einstellung, wie die des kanadischen Richters könnte dazu führen, dass Menschen kein Vertrauen mehr in die rechtsprechende Gewalt haben und ein "Nein" dennoch als ein "Ja" gewertet wird.