Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Das Video ist eine Message gegen die Stigmatisierung der weiblichen Periode

Diese Frau bricht ein Tabu!

Es ist so alt wie die Menschheit und dennoch weiterhin ein Thema, über welches in aufgeklärten Gesellschaften ungern gesprochen wird: Die monatliche Periode der Frau. Stephanie Góngora will dieses Tabu brechen und hat darum ein Foto von sich gepostet, das Blut auf ihrer Leggins zeigt.

Es ist so alt wie die Menschheit und dennoch weiterhin ein Thema, über welches in aufgeklärten Gesellschaften ungern gesprochen wird: Die monatliche Periode der Frau. Stephanie Góngora will dieses Tabu brechen und hat darum ein Foto von sich gepostet, das Blut auf ihrer Leggins zeigt. 

Endloses Tabu-Thema 

Aus irgendeinem Grund ist die monatliche Blutung der Frau ein Thema, das in der Gesellschaft tabuisiert wird. Schon von kleinauf wird Kindern durch Handlungen aufgezeigt, dass in der Regel nicht über die Regel gesprochen wird.  Wenn eine Freundin oder Kollegin ein Tampon benötigt, gleicht die Übergabe einem illegalen Drogendeal. Zu bluten gilt als eklig - nicht nur in westlichen Kulturen. In Teilen Nepals ist es auch 2017 noch gang und gebe, Mädchen, die ihre Periode haben, in sogenannte Menstruationshütten aus Lehm, außerhalb des Dorfes tagelang zu verbannen. Das führt nicht nur zu einem kulturellen Ausschluss und einer Stigmatisierung, sondern auch dazu, dass sich selbst Frauen für ihren natürlichen Körperausfluss schämen und gesellschaftliche Gepflogenheiten in dieser Zeit meiden. 

“Ich bin eine Frau und darum blute ich“
Genau dagegen möchte Stephanie Góngora nun ankämpfen - mit einer Botschaft, die aussagt: Es gehört dazu und es ist normal. Die junge Frau, welche ihre 250.000 Follower täglich durch das Posten Ihrer Yogaübungen inspiriert, hat ein Video geteilt, das sie in einer Yogapose mit gespreizten Beinen zeigt. Was daran für "Aufruhr" sorgt, ist der kleine Blutfleck, der sich deutlich auf den weißen Yogapants abzeichnet. Eigentlich sollte daran doch nichts Besonders sein – ist es aber. Es handelt sich um einen eindeutigen Protest gegen die Stigmatisierung der weiblichen Periode. “Ich bin eine Frau und darum blute ich“, schreibt Stephanie in der Überschrift des Videos. „Es ist chaotisch, es ist schmerzhaft, es ist schrecklich und es ist schön. Und trotzdem wüsstet Ihr es nicht. Weil ich es verstecke.” Weiter schreibt Stephanie Góngora: “Ich atme zerzaust und schwerfällig auf Grund der Krämpfe, während ich an meinem breiten, aufgemalten Lächeln festhalte.“
 

Es ist vollkommen normal

Tampons? Wir verstecken sie lieber. Im hinteren Fach unseres Geldbeutels, in der Ecke des Badezimmerschranks und ganz unten im Einkaufswagen. ’Hoffentlich sitzt an der Kasse kein Mann’ ist ein Gedanke, den bestimmt schon einige Frauen hatten. Stephanie prangert an, dass Millionen junger Frauen wegen unzureichender sanitärer Produkte nicht zur Schule beziehungsweise zur Arbeit gehen können. Auch die Angst davor, für die Periode verurteilt zu werden, gehöre hierzu.  Stephanie wünsche sich, dass wir alle aufhören uns für etwas zu schämen, das vollkommen normal und naturgegeben ist. „Hunderte Jahre unserer Kultur haben uns dazu gebracht, uns für unsere Regelblutung zu schämen“, schreibt sie. „Das hat in uns das Gefühl des Beschmutztseins und des Schams hinterlassen“. Sie konstatiert, dass junge Frauen endlich damit aufhören sollten, sich dumme Namen wie “Erdbeerwoche“ oder “Besuch von Tante Rosa“ für Ihre Periode auszudenken. “Hört auf, Eure Energie zu verschwenden, indem ihr das versteckt, was zur Erhaltung der Menschheit beiträgt. Fangt an, darüber zu reden. Klärt eure Töchter auf. Gebt ihnen zu verstehen, dass es beides sein kann – eine unangenehme Sache und ein Geschenk, aber niemals etwas, wofür Ihr Euch schämen müsst“. Stephanie stellt klar, dass sie nicht gegen die Verwendung von Hygieneprodukten ist. Sie hoffe jedoch, dass der Kreislauf von Scham und Intoleranz eines Tages durchbrochen sein werde. Eine wichtige und richtige Botschaft!