Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Mit einer Axt verfolgte er ein Paar und muss nun dafür hinter Gitter

Als Killerclown verkleidet: Teeanager zu Haftstrafe verurteilt

Der 18-jährige Michael March sitzt für 18 Monate hinter Gittern, nachdem er eine schwangere Frau und ihren Mann beinahe zu Tode erschreckte. Der Teenager ist eine der wenigen Personen im Killerclown-Wahn, die wegen der Gruseltat hinter Gitter muss.

Sie verteidigte sich mit einem großen Stein

Der Teenager war in der Nacht vor Halloween als Killerclown verkleidet in South Shields unterwegs. Michael lief mit einer großen Axt bewaffnet um etwa 21 Uhr in der Stadt im Nordosten Englands hinter einem Paar her und schlug mit dem Werkzeug dabei auf den Boden. Die Frau, die in der 22. Woche schwanger war, warf einen Ziegelstein nach dem Clown, um sich selbst zu verteidigen. Daraufhin ergriff der 18-Jährige die Flucht. Nun wurde er festgenommen und muss für anderthalb Jahre hinter Gitter. Der zuständige Richter Jamie Hill vom “Newcastle Crown Court“ erklärte bei der Verurteilung: “Eine Axt zu schwingen und damit Leuten Angst zu machen ist schwerwiegend, unabhängig vom Kontext des Geschehens.“ Staatsanwalt Nicholas Rooke berichtete, dass der Teenager nach dem Einschalten der Polizei mit Hilfe von Überwachungskameras gefunden werden konnte. Er hatte die Axt und eine Clownsmaske im Rucksack, welche ihn eindeutig verrieten. Michael hatte außerdem schon vor der Straftat zugegeben, das stählerne Werkzeug zu besitzen.
 

Nur ein Streich

Bei der Festnahme behauptete er, es sei nur ein Streich gewesen und dass er selbst von den Clowns in Gateshead gejagt wurde. Der Staatsanwalt berichtet, die schwangere Frau sei nicht bereit gewesen Auskunft zu geben, da sie nicht wolle, dass der damit verbundene Stress sie und das Neugeborene beeinflusst. Hill sagte, dies sei ein so ernster Fall, dass nur eine Freiheitsstrafe angemessen sei: “Die Tatsache, dass er eine Clownsmaske trug ist ein erschwerender Faktor, da somit die Angst der beiden verstärkt wurde. Zudem ist es eine Art zu verbergen, wer man wirklich bist.“ Der Killerclown-Trend hatte sich in den letzten Monaten auch stark unter jungen Menschen verbreitet. Der Vorfall führte zu einer Flut an jungen Anrufern bei der Kinderhotline, die von unheilvollen Erscheinungen berichteten. Zudem gingen Dutzende neue Polizeiberichte ein.

Gruselclowns auch in Deutschland
Der furchtbare Trend hatte sich auch in Deutschland schnell verbreitet und sorgte vor allem im letzten halben Jahr für Angst und Schrecken. Letztes Jahr im Oktober wurde auch hier ein Clown festgenommen. In Brandenburg hatte ein 23-Jähriger in der Kostümierung eine Frau und ihre junge Tochter erschreckt. Da die Polizei den Vorfall zufällig beobachtete, konnte der Mann umgehend festgenommen werden. Hoffentlich zeigen die Festnahmen allen potentiellen Gruselclowns, dass Aktionen wie diese alles andere als lustig sind und ernsthafte Konsequenzen zur Folge haben.