Begeistert von den pinkfarbenen Tüten und dem Streifendesign, wollte Abbie sich in einem Victoria’s Secret-Geschäft nur einmal umsehen. Ohne sich nähere Gedanken über das Sortiment des Dessous-Labels zu machen, ging sie mit einer Freundin in eine Filiale in Wales. Auf YouTube habe sie gesehen, dass die Größe XL im Sortiment verfügbar sein soll, wie Abbie auf ihrem Blog schreibt. In dem Geschäft, welches sie an dem besagten Tag besuchte, konnte sie die Größe jedoch nicht finden. „Ich habe mich natürlich nicht weiter umgeschaut, mit der Absicht etwas anzuprobieren, was kleiner als meine Größe ist. So ist es doch in jedem Laden – wenn sie deine Größe nicht haben, vergisst du das besagte Teil und gehst weiter“, so die Frau in ihrem Brief, aus welchem Ausschnitte dem Magazin „Metro“ vorliegen. Dass das Geschäft wie einige andere ihre Größe nicht führt, habe sie in dem Moment nicht gestört, so Abbie. Dann entdeckte sie jedoch ein Teil, das ihr besonders gefiel. Da es nur in Größe L verfügbar war, beschloss sie, es einfach trotzdem einmal anzuprobieren. Dazu kam es aber nicht, denn eine Verkäuferin schaltete sich ungefragt ein.
Unverschämter Kommentar
Abbie hielt das besagte Teil gerade in den Händen, als sie von einer Verkäuferin folgendermaßen angesprochen wurde: „Hi… sind Sie sich der Größen in diesem Geschäft bewusst?“ Die 20-Jährige konnte es nach eigenen Worten kaum fassen. Erst verschlug es ihr die Sprache, dann reagierte sie cool: Sie sei sich dessen bewusst, antwortete sie. Nach diesem erniedrigenden Moment, hängte Abbie das Dessous wieder zurück. Da ihre Freundin gerade von einer anderen Mitarbeiterin beraten wurde, blieb Abbie nichts anderes übrig, als noch in dem Geschäft zu bleiben. Ohne zuvor nach den Konfektionen in dem Unterwäschemoden-Geschäft gefragt zu haben, zeigte die Verkäuferin ihr auf geringschätzige Art, dass Abbie dort nicht erwünscht war. Die verachtende Haltung der Verkäuferin habe sich auch in ihrer Körpersprache gezeigt. Mit zwei Metern Abstand habe sie Abbie gekünstelt angelächelt und dadurch keinesfalls den Eindruck erweckt, als wolle sie sie wirklich beraten.