Er ist noch nicht einmal eine Woche in seinem neuen Amt und schon will der US-amerikanische Präsident eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten.
 
Donald Trump

Donald Trump, von Tom Pennington / GettyImages

“Make America Great Again”
Bereits zu Zeiten des Wahlkamps hatte Donald Trump angekündigt, dass er alles das, was Obama je veranlasst hatte, rückgängig machen wollte. Alle Migranten möchte er aus dem Land vertreiben, die Waffengesetze lockern und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten, da das Land “nicht seine besten” Menschen, sondern eher “Drogenhändler und Vergewaltiger” senden würde.

Die Wochen und Monate verstrichen und der 70-Jährige kam tatsächlich an die Macht. Am vergangenen Freitag feierte er seine Amtseinführung und sitzt seitdem im Weißen Haus.

Donald Trump

Donald Trump, von Pool / GettyImages

Vor wenigen Stunden wurde die Nachricht verkündet, dass Trump den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko eingeleitet hat.

“Wir haben eine Krise an unserer südlichen Grenze. Die beispiellose illegale Einwanderung aus Mittelamerika schadet Mexiko und den USA. Die Schritte, die wir jetzt unternehmen, werden die Sicherheit in beiden Ländern verbessern. Das wird sehr, sehr gut für Mexiko sein”, erklärte Trump. “Wir werden in Partnerschaft mit unseren Freunden in Mexiko handeln.”

Außerdem will Trump die Grenzschutzbehörde personell aufstocken und sicherstellen, dass andere Länder ihre illegal eingewanderten Menschen mit kriminellem Hintergrund wieder zurücknehmen.

Doch nicht nur das, auch erklärte der Republikaner, dass es einen Aufnahmestopp für syrische Flüchtlinge geben wird. Die Welt zeigt sich empört.

Bau des 3200 Kilometer langen Grenzwalls
“Ein Staat ohne Grenzen ist kein Staat”, gestand Trump bei seinem letzten Besuch des Ministeriums. “Ich werde sicherstellen, dass die Vereinigten Staaten sich die Kontrolle über die Grenzen zurückholten.”

Enrique Peña Nieto, Präsident von Mexiko, ließ dieses Statement nicht einfach so stehen und schoss direkt zurück: “Mexiko glaubt nicht an Mauern. Ich habe es ein ums andere Mal gesagt: Wir werden für keine Mauer aufkommen werden.”

Die Mexikaner sind verständlicherweise wütend und fordern ihren Staatschef auf, den angekündigten Besuch in Washington abzusagen.

Wer nun die Kosten für einen solchen Grenzwall tragen wird, ist bislang noch nicht entschieden worden. Geschätzt kostet dieser zwischen acht und zwölf Milliarden Dollar, welcher erst einmal über Steuern auf die Auslandsüberweisungen derjenigen mexikanischen Migranten finanzieren wird, die ohne gültige Papiere in den USA leben.