Durchschnittlich 46 Stunden pro Woche! Das ist die Zahl, die alle schockiert - denn sie gibt nicht an, wie viel Top-Manager arbeiten, sondern wie lange Schulkinder ihren Pflichten nachkommen müssen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Arbeitsaufwand eines Erwachsenen liegt bei 37,5 Stunden pro Woche. 46 Stunden sitzen Schulkinder laut einer nun veröffentlichten britischen Studie also an ihren Schreibtischen, im Nachhilfeunterricht und auf der Schulbank. Jedoch wurden auch außerschulische Aktivitäten der Kinder berücksichtigt: So zählen auch die wöchentlichen Sportstunden im Verein oder der Klavierunterricht zu dem Arbeitspensum der Kleinen. Damit reißen Kleinkinder in frühen Jahren bereits mehr Stunden ab, als ihre arbeitenden Eltern.
Gefährliche Überarbeitung
„Es sind vor allem die Ruhephasen, also die Zeit in der nicht so viel passiert und sich ein Kind selbst unterhalten muss, in denen es am besten lernt.“, so der britische Kinderpsychologe Dr. Sam Wass. Und trotzdem scheinen Pädagogen über 30 Schulstunden wöchentlich für nötig zu halten. Pausen und nachmittägliche Zeit für Hausaufgaben ist hier noch nicht einmal mit eingerechnet. Am Ende der Woche hat ein durchschnittlicher britischer Schüler über 40 Stunden auf dem Buckel. Kein Wunder , dass kaum ein Kind Lust hat, die Schule zu besuchen.