Getränke auf Kosten des Unternehmers, Chill-Out-Ecken oder ein internes Fitnessstudio: All das soll die Motivation der Arbeitnehmer hochhalten. Jetzt fordern Psychologen allerdings etwas abstruses, zur Steigerung der Produktivität: Masturbations-Pausen während der Arbeitszeit. Und zumindest Schweden scheint diesem Vorhaben nicht abgeneigt. 
 

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Alternative Arbeitsplätze
Seit Jahrzehnten versuchen Psychologen, Personalchefs und diverse Gewerkschafter herauszufinden, wie der Arbeitstag für Arbeitnehmer attraktiv gestaltet und damit die Motivation gefördert werden kann. Lange Zeit wurde auf ein Pferd gesetzt: Das Einhalten regelmäßiger Pausen. Doch, um Schritthalten zu können, taten es auch kleineren Unternehmen den Big-Playern gleich und integrierten die Freizeit in das Arbeitsleben. So gibt es nicht nur Chill-Out-Zonen, die zur Ruhefindung genutzt werden können, sondern auch Unternehmenseigene Fitnessstudios, Kindergärten oder offene Working-Spaces. Dass diese Arbeitsplätze sehr beliebt sind und Mitarbeiter einer solchen Firma
 gerne die ein oder andere Überstunde reißen, verwundert also nicht. Jetzt haben Psychologen allerdings eine neue Idee, die tägliche Arbeitszeit zu versüßen. 
 

Die neue Zigarettenpause
Laut einem veröffentlichten Artikel des Online-Magazins „Ravishly“, lautet das Wundermittel aller Arbeitnehmer und Arbeitgeber "Masturbations-Pause". Woher der Gedanke rührt? Laut einer anonymen Umfrage des „Time Out New York“ hat sich jeder dritte Mann bereits während der Arbeitszeit befriedigt. Zu der einfachen Lustbefriedigung kommt der kreative Faktor hinzu: Psychologen und Sexualforscher sind der Meinung, dass Selbstbefriedigung während der Arbeitszeit zu einer fokussierteren, produktiveren, glücklicheren und weniger aggressiven Arbeitseinstellung führen könnte.


Gerechtigkeit 
Doch natürlich gibt es bei jedem Pro auch ein Contra: In diesem Fall hängt dies mit der Angst vor ungerechten Pausenverhältnissen zusammen. Während ein Mitarbeiter bereits nach wenigen Minuten den Höhepunkt erlangen könnte, bräuchte ein anderer eventuell doppelt so lange und würde demnach weniger Zeit am Arbeitsplatz als mit sich selbst verbringen. Das wiederum läutet den nächsten Punkt ein: Wie sieht der Fall aus, wenn ein Arbeitnehmer nicht zum Orgasmus kommt und sich nach der "Masturbations-Pause" sexuell frustriert und erschöpft zurück an die Arbeit begibt? Ein weiterer Contra-Punkt auf der Liste der Gegner: Wo bleiben das Vertrauen und die Diskretion? Ist es gut für die Zusammenarbeit, wenn jeder weiß, wann und wie lange man sich selbst befriedigt hat? Steigert es nicht das Misstrauen, und schürt die Gerüchteküche innerhalb einer Abteilung oder einer Firma? Könntet ihr jemandem in die Augen sehen, wenn es möglich wäre, dass er sich vor seinem inneren Auge vielleicht Euch während seiner "Pause" vorgestellt hat? Schwierig, oder nicht?


Schweden für Sexpausen
Wenn es nach dem schwedischen Politiker Per-Erik Muskos geht, sollten alle schwedischen Arbeitnehmer ein Recht auf bezahlte Schäferstündchen haben. Sein Hintergedanke: Immer mehr Menschen verbringen ihre Zeit eher auf der Arbeit als mit ihrem Partner. Die Geburtenrate sinkt, die Unzufriedenheit steigt. Um dies zu ändern, springt der Stadtrat Övertorneås in die Presche und fordert eine einstündige bezahlte Mittagspause, die Arbeitnehmer mit ihrem Partner in trauter Zweisamkeit verbringen sollten. Den Antrag zur Abstimmung legte der 42-Jährige, laut der Nachrichtenagentur AFP bereits vor. Ob  Muskos Vorschlag Früchte tragen wird, wird jedoch bezweifelt.