Polizisten hielten Katzenstreu für Crystal Meth und sperrten Besitzer ein
Polizeikontrollen sind etwas nerviges - besonders dann, wenn man für einen Beutel Katzenstreu drei Jahre hinter Gittern soll.
Polizeikontrollen sind etwas nerviges - besonders dann, wenn man für einen Beutel Katzenstreu drei Jahre hinter Gittern soll.
Ross Lebeau aus Texas wurde von der örtlichen Polizei wegen Drogenhandels und –schmuggels kurzerhand drei Tage inhaftiert. Zu der peinlichen Situation kam es während einer Verkehrskontrolle. Ross wurde angehalten und sollte routinemäßig seinen Ausweis und seine Fahrzeugpapiere vorzeigen. Während einer der Beamten die Papiere des Texaners überprüfte, durchsuchte ein andere den Wagen - und machte eine erstaunliche Entdeckung.
Knapp 250 Gramm Methamphetamin, besser bekannt als Crystal Meth, will der Polizist im Auto des jungen Mannes entdeckt haben. Dies gilt als bisher größter Drogenfund im Bezirk Harris County. Auch die durchgeführten Schnelltests, die die beiden Polizisten vor Ort vornahmen, bestätigten die Annahme der Cops, dass Lebeau ein Drogenschmuggler sei. Was die Cops bei der Verhaftung des unschuldigen Mannes allerdings nicht ahnten: Die angeblichen Drogen war ein Beutel voller Katzenstreu, das Ross in seinem Wagen lagerte, um aus diesem Feuchtigkeit zu ziehen. Obwohl Lebeau genau dies den Beamten erklärte, ließen die sich nicht vom "Drogenfund des Jahres" und ihren Lobeshymnen abbringen. Die Handschellen klickten schneller als Ross „Katzenstreu“ sagen konnte. Seiner Unschuld bewusst wurde der vermeintliche Drogenhändler aufs Revier gefahren.
Zum Zeitpunkt des Mugshots ist sich Ross noch sicher, dass das Missverständnis bald aufgeklärt und er ein freier Mann ist. Jedoch vergehen drei lange Tage, die der Texaner wegen eines Beutels Katzenstreu hinter Gittern verbringen wird. 72 Stunden nach dem "Fund aller Funde" bestätigt das Institut für forensische Wissenschaft dann endlich Ross' Aussage und gibt Entwarnung. Ross darf gehen. Im Falle einer Verurteilung hätten dem Katzenbesitzer drei Jahre hinter schwedischen Gardinen gedroht.
Nachdem der Katzenstreu-Dealer auf freien Fuß gelassen wurde, meldete er das Fehlverhalten der Polizisten der Öffentlichkeit. Im Interview mit dem amerikanischen TV-Sender "ABC" erklärt der Texaner, dass er nur eine Entschuldigung der Beamten erwarte - mehr nicht. Doch - Ihr ahnt es bereits - die Behörde hüllt sich in Schweigen und weist in einem Statement jede Schuld von sich. Immerhin hatte die Webgemeinde ein offenes Ohr und verurteilt das Vorgehen der amerikanischen Behörden aufs Schärfste. Merke: Besser kein Katzenstreu im Auto lagern - es sei denn man möchte drei Tage aufs Staatskosten leben.