Veganer müssen aufgrund ihrer Ernährung leider das ein oder andere Klischee wegstecken. Wie jetzt allerdings bekannt wurde, soll der Verzicht auf tierische Produkte zu Impotenz führen. Zudem schätzen Ökonomen die Mehrausgaben eines Veganers auf 2.400 Euro pro Jahr.
 

Die Menge macht's
Vegane Lebensmittel wie Tofu oder andere Ersatzprodukte haben spätestens 2016 auch in großen Supermarkt-Ketten Einzug gehalten. Und das ist auch gut so - schließlich ist ein bewusster Umgang mit Essen und Nahrung elementar geworden. Allerdings sollten Veganismus praktizierende in Naher Zukunft kürzer treten, sollten sie vorhaben, Tofu zu genießen. Denn dieser, so fanden spanische Forscher nun heraus, hemmt die Spermienzahl. Vielmehr soll das darin enthaltene Soja und dessen natürliche Chemikalien verantwortlich für die Fruchtbarkeit eines Mannes sein. Problematisch verhalten sich die in Soja vorhandenen Phytoöstrogenen, die weiblichen Hormonen gleichen. Regelmäßiger Tofu-Konsum kann zur Folge haben, dass sich die Geschwindigkeit der Spermienproduktion verlangsamt und die Anzahl der Spermien mit einer falschen Chromosomenanzahl steigt. Beides schädigt die Fruchtbarkeit des Mannes.
 
Natürliche Chemie
In einer zweijährigen Studie verglichen die spanischen Forscher die Ergebnisse der Wirkung von Soja mit der Wirkung von endokrinen Disruptoren. Dabei handelt es sich um nicht vom Körper produzierte Substanzen, wie Bisphenol A, die negativen Einfluss auf das menschliche Hormonsystem haben können. Bisphenol A kommt vorwiegend in Plastik vor und gilt als Diabetes- und Krebserregend. In der Testphase kristallisierte sich heraus, das Soja die größten Auswirkungen auf die Spermienanzahl und die Fruchtbarkeit eines Mannes hatte. Doch auch bei Frauen hat die asiatische Bohne keine positiven Auswirkungen, denn diese können die Reproduktion weiblicher Zellen verlangsamen.
 

Lebenshaltungskosten
Neben gesundheitlichen Aspekten, die bei dem Konsumenten als Alarmsignal für seinen Soja-Konsum dienen sollten, hat Veganismus auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche Gesundheit eines Veganers. Denn eine Studie von "VoucherCodesPro" hat 2016 herausgefunden, dass vegan zu leben sich deutlich auf die jährlichen Lebenshaltungskosten niederschlägt. Denn ein Veganer bezahlt pro Jahr etwa 2.400 Euro mehr für seine Einkäufe, als ein Nicht-Veganer. Jedoch muss dazu gesagt werden, dass es nicht per se schlecht ist, für gute Qualität und biologisch und ökologisch nachhaltige Lebensmittel mehr Geld auszugeben.