Die Regierung der USA fordert Einsicht in Social Media Accounts von Reisenden
Ausländische Reisende werden aufgefordert ihre Social Media Aktivitäten offen zu legen.
Ausländische Reisende werden aufgefordert ihre Social Media Aktivitäten offen zu legen.
Die US-amerikanische Regierung hat angefangen einige Reisende aus dem Ausland nach ihren Social Media Accounts auszufragen. Am Dienstag wurde die Nachricht veröffentlicht und später von einem Sprecher der "Customs and Border Protection" (CBP) bestätigt, nachdem das Prozedere bereits ausgeführt worden war.
Das CBP wird sich künftig nach den Social Media Informationen von den Reisenden erkundigen, die die USA mithilfe des "Visa Waiver Programs" besuchen. Es erlaubt Reisenden das Land innerhalb von 90 Tagen zu privaten oder geschäftlichen Zwecken ohne besonderes Visum zu bereisen. Das Gesetz betrifft Reisende aus 38 Ländern, die das Visa Waiver Programm beanspruchen können, darunter auch das VK, Belgien, Frankreich und Ungarn. Die Anforderung der Informationen ist Teil des "Electronic System for Travel Authorization" (ESTA), ein elektronisches Verfahren zum Erwerb des Visas.
Die Vergabe der Social Media Informationen ist nicht verpflichtend und die CBP hat angeblich gesagt, dass niemandem die Einreise verweigert wird, wenn diese Informationen zurückgehalten werden. Die Einsicht in die Social Media Aktivitäten würde nicht nur Reisende aus dem Ausland betreffen, sondern auch die Bürger der USA selbst, da viele Menschen aus geschäftlichen und privaten Gründen mit Geschäftspartnern, Freunden und Familie über diverse Social Media Platformen kommunizieren.
Die US-amerikanische Regierung versucht seit einiger Zeit radikale Anhänger des Islamischen Staats (ISIS) auf diesem Wege auf die Schliche zu kommen. Allerdings gibt es noch keine Nachweise darüber, ob dieses Verfahren dabei wirklich hilft. Bis jetzt scheint es nur ein weiterer Eingriff in die Privatsphäre der Menschen zu sein.