Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Von wegen Netflix & Chill

Studie belegt: Fernsehen reduziert Spermienanzahl

Wer männlich ist und gerne viel Zeit vor der heimischen Glotze verbringt, könnte jetzt ein Problem haben – denn Forscher haben herausgefunden, dass zwischen häufigem Fernsehen und der Anzahl von Spermien ein Zusammenhang besteht.

Nach einem stressigen Arbeitstag, an einem verregneten Sonntag oder einfach aus Langeweile: täglich verbringen etliche Menschen viel zu viel Zeit vor dem heimischen Fernsehen. Mit modernen Streamingportalen ist die Auswahlmöglichkeit an Filmen und Serien größer denn je. Wissenschaftler der University of Rochester, im US-Bundesstaat New York, haben jetzt allerdings herausgefunden, dass das entspannte Vergnügen schnell ungemütlich werden kann – indem es die natürliche Spermienanzahl reduziert.

Anzahl der Spermien
Für die Studie wurden 189 Männer zwischen 18 und 22 Jahren mit Hilfe von Fragebögen zu zwei Themen analysiert: Wie viel Zeit hatten sie in den vergangenen Monaten ferngesehen und wie viel Sport hatten sie getrieben. Des Weiteren mussten die Teilnehmer Spermienproben abgeben, welche anschließend in einem Labor untersucht wurden. Vor allem die Anzahl der Spermien interessierte die ausführenden Wissenschaftler dabei – und sorgte für ein aussagekräftiges Ergebnis.

Erschreckende Ergebnisse

Wie erwartet ergab die Untersuchung, dass sich Sport positiv auf die Spermienanzahl auswirkt. Teilnehmer, welche sich mehr als 15 Stunden wöchentlich sportlich betätigten, hatten 73 Prozent mehr Spermien als Probanden, die weniger als fünf Stunden wöchentlich aktiv sind. Fernsehen hingegen sorgt, den Untersuchungen zufolge, für einen negativen Effekt. Wer wöchentlich mehr als 20 Stunden vor dem Bildschirm verbringt, wies eine Spermienanzahl auf, welche um 44 Prozent geringer war als bei Teilnehmern, die nur selten oder nie Fernsehen schauen. Anschließend diskutierten die Forscher über die Ursachen ihrer Ergebnisse.

Heiße Angelegenheit

Für die geringere Spermaproduktion könnte neben dem durch das Fernsehen verursachten Bewegungsmangel auch die Hodentemperatur eine wichtige Rolle spielen. Durch langes Sitzen steigt diese nämlich und kann sich so negativ auf die Anzahl der produzierten Spermien auswirken. Wer sich und seinem Körper etwas Gutes tun will, sollte bei längerem Genießen einer Serie einfach mal die Sitzposition wechseln.

Weitere Gefahren

Neben häufigem Fernsehen schaden natürlich auch andere Verhaltensweisen der Spermaproduktion. Rauchen sorgt für langsamere Spermien, Übergewicht verursacht einen Qualitätsverlust dieser und eine fettige Ernährung schränkt ebenfalls die Anzahl der produzierten Spermien ein. Ab und an in die Röhre zu blicken ist dabei also noch das kleinste Übel – sollte zum Wohle Eurer Gesundheit und Familienplanung allerdings trotzdem nur in einem gesunden Maße stattfinden.