Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Gegen Hoffenheim liefen die Münchner mit besonderer Kleidung auf

Umweltschutz: Bayern München spielt mit Trikots aus Ozeanmüll!

Der Sportausrüster Adidas will auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen und holte sich nun Unterstützung vom deutschen Rekordmeister. Die Münchner beteiligten sich vergangenen Samstag im Spiel gegen die TSG Hoffenheim an der Aktion – indem sie ganz besondere Trikots trugen.

Der Sportausrüster Adidas will auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen und holte sich nun Unterstützung vom deutschen Rekordmeister. Die Münchner beteiligten sich vergangenen Samstag im Spiel gegen die TSG Hoffenheim an der Aktion – indem sie ganz besondere Trikots trugen.

Das Ökosystem der Weltmeere ist gefährdeter als jemals zuvor. Jedes Jahr gelangen acht Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane und kosten somit bis zu 100.000 Meeressäugern und eine Million Meeresvögeln das Leben. Des Weiteren werden bei den Zersetzungsprozessen des Plastikmülls gefährliche Inhaltsstoffe wie Bisphenol A oder Flammschutzmittel freigesetzt, welche nachhaltig das Erbgut und den Hormonhaushalt etlicher Lebewesen zerstören können. Um auf die fahrlässige Verschmutzung aufmerksam zu machen, beteiligten sich die Spieler des FC Bayern München vergangenes Wochenende an einer ganz besonderen Aktion – und liefen in Trikots aus Ozeanmüll auf.

28 Plastikflaschen, ein Trikot

Die Spezialanfertigungen des Sportausrüsters Adidas bestanden aus Garn und Fasern, welche aus recycelten Plastikabfällen hergestellt wurde. Für ein Trikot benötigte der Hersteller rund 28 Plastikflaschen – die allesamt von fleißigen Helfern an der Küste der Malediven gesammelt wurden. Der FCB-Spieler Xabi Alonso war besonders begeistert von der Aktion. "Ich bin an den Stränden Spaniens aufgewachsen. Daher bin ich besonders froh darüber, ein Trikot tragen zu dürfen, das zu 100 Prozent aus recyceltem Ozeanmüll hergestellt wurde“, sagte er auf der Pressekonferenz zum Spiel gegen die TSG Hoffenheim. Besonders für das Umweltbewusstsein zukünftiger Generationen sei es ihm wichtig, ein deutliches Zeichen zu setzen. Dass die Bayern nicht über ein Unentschieden hinaus kamen, lag nach Alonso nicht an den Trikots. Diese fühlen sich nach der Aussage des Mittelfeldspielers zwar etwas anders an, seien aber trotzdem angenehm zu tragen.

Große Verantwortung

Die tolle Umwelt-Aktion der Bayern hat schon einen ersten Nachahmer gefunden. Auch die spanische Spitzenmannschaft Real Madrid will kommendes Wochenende im Ozeanmüll-Trikot auflaufen. Da internationaler Fußball viele Menschen erreicht, sieht Adidas in der Verwendung der besonderen Kleidung eine große Chance. Die Sportler sind schließlich für viele Fans große Vorbilder – und könnten so zum Nachdenken anregen. Dass es dafür bald zu spät sein könnte, zeigt eine statistische Auswertung des Weltwirtschaftsforums. Nach diesem werden im Jahr 2050 mehr Plastikgegenstände als Fische in den Weltmeeren schwimmen und die Artenvielfalt somit stark einschränken. Um dies zu verhindern gilt es nun, vermehrt auf Recycling zu setzen. Große Firmen und Vereine haben hier eine große Verantwortung. Mit den Trikots aus Ozeanmüll kommen sie dieser nach – und könnten so ihren Teil für die Rettung der Weltmeere beitragen.