Tim Wiese feiert sein Wrestling-Debüt!
So wirklich ernst genommen hatte Tim Wiese kaum einer, als er 2014 ankündigte, in den Wrestling-Ring zu steigen. Gestern gab der 34-Jährige sein Debüt – und die Münchner Olympiahalle tobte.
So wirklich ernst genommen hatte Tim Wiese kaum einer, als er 2014 ankündigte, in den Wrestling-Ring zu steigen. Gestern gab der 34-Jährige sein Debüt – und die Münchner Olympiahalle tobte.
Wrestling ist besonders in den USA und in Mexiko sehr beliebt. Die Sportart ist eigentlich nur Show, der Sieger steht schon vor dem Match fest und die Abläufe sind abgesprochen. Trotz dieser Tatsache sind Wrestler einer hohen Belastung ausgesetzt. Ständiges hartes Training, komplizierte Abläufe und eine hohe Verletzungsgefahr erschweren den Einstieg in das Geschäft der Showkämpfe. Der ehemalige Fußball-Torhüter Tim Wiese hat diesen gewagt – und gestern mit seinem Künstlernamen "The Machine“ sein Debüt gefeiert.
Die Halle tobte
Sein erster Kampf fand in der nicht ganz ausverkauften Olympiahalle in München statt. Viele Menschen waren gekommen, etliche davon nur um Tim Wiese zu sehen. Seine ehemaligen Kollegen aus Bremen, Per Mertesacker, Torsten Frings und Martin Harnik, waren ebenfalls angereist. Schon vor dem Kampf von "The Machine“ stimmten die Zuschauer immer wieder "Wiese, Wiese“ Sprechchöre ein. Als der 34-Jährige dann den Ring betrat, tobte die ganze Halle und unterstützte Wiese bei seinem ersten Kampf – welcher durchaus erfolgreich verlief.
Seine Aktionen saßen, waren schön in der Ausführung und bewiesen, wie hart der Ex-Fußballer dafür trainiert hatte. Seit zwei Jahren besucht er täglich ein Fitnessstudio, achtet auf seine Ernährung und übt mit seinen Coaches spezielle Techniken. Seinen ersten Kampf durfte Tim Wiese mit einem "Bodysplash“ beenden, eine Attacke, bei welcher der Kämpfer sich mit seinem gesamten Gewicht auf seinen Gegner stürzt und ihn anschließend zum Aufgeben zwingt. Die Zuschauer jubelten und der Gewinner Wiese feierte seinen Sieg mit einer Deutschland-Fahne im Ring.
Wiese überraschte also mit einer souveränen Vorstellung und bewies in den letzten Jahren einen eisernen Willen. Kaum einer hatte ihm ein so schnelles Debüt zugetraut. Der 34-Jährige will jetzt weitere Kämpfe folgen lassen. Bei einer Gage von rund 300.000 Euro und der Tatsache, dass Tim Wiese das Spektakel in München offensichtlich sehr genoss, ist dies auch keine Überraschung – und durch "The Machine“ könnte Wrestling in Deutschland zum Trend werden.