Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Die Erziehungsberechtigten nannten die Droge "Wohlfühl-Medizin“

Unfassbares Verbrechen: Eltern sollen Kindern Heroin gespritzt haben

Es gibt Vorfälle, welche einen den Glauben an die Menschheit verlieren lassen. So auch dieser. Ein Paar hatte seinen Kindern bewusst die Droge Heroin gespritzt – um sie schneller einschlafen zu lassen.

Fälle von Kindesmissbrauch oder Verwahrlosung gehören bei Mitarbeitern des Jugendamts oder der Polizei zum traurigen Alltag. Einige Vorkommnisse schockieren jedoch auch die erfahrensten Beamten. Im US-Bundesstaat Washington sollen eine 24-jährige Mutter und ein 25-jähriger Vater ihren Kindern zum Einschlafen Heroin gespritzt haben. Die Eltern plädieren auf "nicht schuldig“.

Schockierende Entdeckung
Ashlee Hutt und ihr Freund Leroy Mclver lebten schon ohne die erschreckenden Anschuldigungen unter entsetzlichen Verhältnissen. Die Wohnung der dreifachen Eltern soll nach Angaben der Polizei völlig zugemüllt gewesen sein, Rattenkot lag auf dem Boden und Alufolie und Spritzen wurden aufgefunden. Die Kinder der beiden sind zwei, vier und sechs Jahre alt und wirken psychisch labil. Nachdem die beiden Eltern festgenommen wurden, befinden sie sich jetzt unter einer Kaution von 100.000 Dollar in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe gegen sie sind erschreckend.

"Wohlfühl-Medizin“

Im Blut der zweijährigen und vierjährigen Tochter wurde Heroin nachgewiesen. Nach einer psychologischen Befragung gab der sechsjährige Sohn außerdem an, die Eltern hätten ihm und seinen Geschwistern vor dem Schlafengehen immer wieder "ein Gemisch aus weißem Pulver und Wasser gespritzt“ und das ganze "Wohlfühl-Medizin“ genannt. Er und seine Schwestern seien danach immer eingeschlafen. Ein Nachbar hatte die verstörenden Verhältnisse bemerkt und daraufhin die Polizei informiert.

Baldige Prozesse
Die Eltern plädieren bisher auf "nicht schuldig“ und versuchen, die Behörden davon zu überzeugen, dass sie zwar beide selbst süchtig nach der Droge Heroin sind, ihr Babysitter ihren Kindern jedoch das gefährliche Gemisch verabreicht hätte. Die Kinder sind mittlerweile bei einer Pflegefamilie und  sollen sich dort von den Strapazen der vergangenen Monate und Jahre erholen. Der Prozess gegen die Mutter wird im Dezember, der Prozess gegen den Vater im Februar stattfinden. Die Anklage lautet: Kindesmisshandlung und Drogenmissbrauch.

Bleibende Schäden

Heroin zählt zu den weltweit gefährlichsten Drogen. Bereits wenige Injektionen sind selbst bei Erwachsenen genug für eine körperliche Abhängigkeit. In welcher Dosis den Kindern das gefährliche Gift gespritzt wurde ist bisher zwar noch nicht geklärt, sicher ist jedoch, dass diese ein Leben lang unter körperlichen und psychischen Schäden leiden werden. Man kann nur hoffen, dass sie in Zukunft nie wieder in Kontakt mit Drogen geraten müssen – und ihnen die Pflegefamilie ein sicheres und liebevolles Umfeld bietet.