Im Blut der zweijährigen und vierjährigen Tochter wurde Heroin nachgewiesen. Nach einer psychologischen Befragung gab der sechsjährige Sohn außerdem an, die Eltern hätten ihm und seinen Geschwistern vor dem Schlafengehen immer wieder "ein Gemisch aus weißem Pulver und Wasser gespritzt“ und das ganze "Wohlfühl-Medizin“ genannt. Er und seine Schwestern seien danach immer eingeschlafen. Ein Nachbar hatte die verstörenden Verhältnisse bemerkt und daraufhin die Polizei informiert.
Baldige Prozesse
Die Eltern plädieren bisher auf "nicht schuldig“ und versuchen, die Behörden davon zu überzeugen, dass sie zwar beide selbst süchtig nach der Droge Heroin sind, ihr Babysitter ihren Kindern jedoch das gefährliche Gemisch verabreicht hätte. Die Kinder sind mittlerweile bei einer Pflegefamilie und sollen sich dort von den Strapazen der vergangenen Monate und Jahre erholen. Der Prozess gegen die Mutter wird im Dezember, der Prozess gegen den Vater im Februar stattfinden. Die Anklage lautet: Kindesmisshandlung und Drogenmissbrauch.