Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Hast Du es gewusst?

Sexting bei Jugendlichen: Aufklärung hilft, ein Verbot nicht

Studien zeigen, dass Abschreckung und Verbote beim Thema „Sexting“ nicht wirken. Daher sollten Eltern einfach mit ihren Kindern darüber sprechen.

Erotische Selbstdarstellung

Wenn Jugendliche erste sexuelle Erfahrungen machen, kommen häufig auch digitale Medien ins Spiel. Aufklärungsseiten oder Foren lesen, pornografische Filme schauen oder im Chat flirten sind beliebte Nachmittags-Beschäftigungen nach der Schule.
 
Inzwischen gehört auch das Sexting dazu. Und das versetzt Eltern in Panik, wie sie ihren Sohn oder ihre Tochter vor Gefahren und vor zu großer Entblößung schützen können. Denn viele 13- bis 15-Jährige sehen keine Gefahr im Versenden von Bildern in lasziven Posen oder Nacktfotos.

Welche Risiken gibt es?

Das größte Risiko beim Sexting besteht wohl darin, dass die Inhalte sehr schnell verbreitet werden und sich nur schwer wieder löschen lassen. Einmal das Nacktfoto verschickt, ist es in aller Munde und einsehbar für eine große Öffentlichkeit.

Daher sollte man sich immer vorher überlegen, welche Details man von sich preisgeben will und was eventuelle Konsequenzen von Sexting sein könnten. Eltern sollten mit ihren Kindern offen und ehrlich darüber sprechen, wie sie über Sexting denken und ob sie schon damit in Berührung gekommen sind.
 
Auch sollte man Teenager stets ermuntern alle Fragen und Unklarheiten mit den Eltern zu besprechen, auch wenn die Scham groß sein kann, Ehrlichkeit ist das beste präventive Mittel.

Nicht die Opfer, sondern die Täter bestrafen

In Deutschland werden zurzeit Gesetze und Regelungen diskutiert, bei denen nicht die Opfer, also die Sender von Sexting-Bildern, sondern die Täter, also Personen, die mit Jugendlichen in erotischen Chats schreiben und sie zum versenden solcher Inhalte ermutigen, bestraft werden.
 
Bis zu mehreren Jahren Haft könnte einem verurteilten Täter dann drohen. Doch auch wenn ein Missbrauchsfall verurteilt wurde, sollte man sich immer bewusst sein, dass das Internet nichts vergisst.