Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Erschütternde Statistik

Selbstmord: Wenn Teenager plötzlich alles beenden wollen

Lasst uns mal über ein Problem reden, das immer noch oft als Tabuthema gilt.

Traurig und Real

Die Statistiken aus dem Bereich der Selbstmordforschung sind so erschreckend und zugleich so wahr: Ungefähr 60 Prozent der Suizide gelingen beim ersten Versuch. Hinzu kommt der traurige Fakt, dass die Zeitspanne zwischen eines ernsthaften Selbstmordgedankens und dem tatsächlichen Versuch im Durchschnitt nur zehn Minuten beträgt.

Neben den älteren, den langzeitdepressiven, den von der Gesellschaft isolierten und den geschiedenen Menschen tritt der Versuch, alles aufzugeben, vor allem bei Teenagern auf. Im Jahre 2012 war Suizid weltweit die zweithäufigste Todesursache unter den 15- bis 29-Jährigen.

Gründe gibt es immer

Dieses Phänomen zu verstehen, ist sehr schwierig, auch Wissenschaftler und vor allem oft Familienangehörige von Betroffenen zerbrechen sich den Kopf daran und stellen immer wieder die Warum-Frage.

Verschiedene Umstände können zu einem derartigen Zustand fühlen. Oft leidet der Suizidgefährdete an depressiven Zuständen. Hierbei unterschiedet man zwischen zwei verschiedenen Typen der Depression: Der exogenen Gruppe und der indogenen.

Die endogene Depression entsteht oft durch Auslöser im Körper und kann vererbt werden. Der Betroffene verliert den Appetit, hat oft Schlafstörungen und plötzlich keinen Antrieb mehr, überhaupt etwas zu machen oder etwas zu leisten. Dies kann zwar auch bei der exogenen Depression der Fall sein, jedoch geht man hier davon aus, dass der Auslöser nicht die Umwelt ist, sondern physiologische Veränderungen im Gehirn.

Eine exogene Depression geht oft aus einer traumatischen Erfahrung hervor. Dies kann eine Scheidung der Eltern sein, sexueller Missbrauch in der Kindheit oder sonstige einschneidende Lebensereignisse, die man entweder lange verdrängt hat oder die erst kürzlich passiert sind und einen aus der Bahn werfen. Im Unterschied zur endogenen Depression wird sie also durch die Umwelt ausgelöst.

World Suicide Prevention Day
World Suicide Prevention Day

Hilfe suchen, Hilfe geben!

Wenn Ihr selbst jemanden kennt, der sich in letzter Zeit irgendwie komisch verhält, sich von seinen Freunden isoliert, oft deprimiert scheint oder vermehrt Drogen nimmt: Zögert nicht, ihm zu helfen und mit ihm zu reden. Dies mag am Anfang nicht einfach sein, doch es ist immer besser, als schweigend wegzuschauen und sich im Extremfall danach Vorwürfe zu machen, wieso man nichts dagegen getan hat. 

Jedem Menschen kann geholfen werden. Freunde und Familie können ein wichtiger Halt sein, wenn nicht der wichtigste! Helft Euren Mitmenschen!