Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Drastische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Technische Konkurrenz: Diese Jobs übernehmen schon bald Roboter

Schon heute laufen etliche Prozesse in großen Firmen maschinell ab. Studien zufolge wird sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren noch verstärken. Doch welche Jobs sind davon betroffen?

Vergangenes Jahr gab die britische Zentralbank eine sehr düstere Prognose ab: Laut dieser könnte der Einsatz von Robotern in Zukunft zu einem Verlust von mehr als 15 Millionen Arbeitsplätzen führen. Eine Studie der US-Universität Oxford bestätigt diese Theorie nun und warnt: In mehr als 700 Berufen werden Tätigkeitsfelder durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden.

Viele Berufsfelder betroffen

Vor allem die Mittelschicht wird von der Übernahme der Roboter betroffen sein. So sind nicht nur die Jobs der Produktionsarbeiter gefährdet, auch Stellen im Verkauf, der Verwaltung, der Buchhaltung und im Finanzsektor werden aufgrund des technischen Fortschritts abgebaut werden. Potentiell sind mehr als 47 Prozent der momentan existierenden Berufe durch Roboter ersetzbar. Der Grund für den Wandel ist klar: Roboter werden immer leistungsfähiger, cleverer und sind vor allem günstiger. Durch den hohen Aufwand, welcher in der Forschung der Robotertechnik betrieben wird, könnte die bahnbrechende Umstellung bereits in 20 Jahren erfolgen. Der Wissenschafts- und Technik-Journalist Ulrich Eberl hat in seinem Buch "Smarte Maschinen“ eine Liste erstellt die aufzeigt, welche Berufe am meisten von der Umstellung betroffen sein werden:

 1. Büro- und Sekretariatskräfte: -2,7 Mio. Personen
 2. Verkaufsfachleute: -1,1 Mio. Personen
 3. Gastronomieservice: -1 Mio. Personen
 4. Kaufmänn./techn. Betriebswirte: -0,9 Mio. Personen
 5. Post- und Zustelldienste: -0,7 Mio. Personen
 6. Köche/Köchinnen: -0,7 Mio. Personen
 7. Bankkaufleute: -0,5 Mio. Personen
 8. Lagerwirtschaft/Logistik: -0,4 Mio. Personen
 9. Metallbearbeitung: -0,4 Mio. Personen
10.Buchhaltung: -0,3 Mio. Personen

Nicht nur Negatives

Die Ängste, von Maschinen ersetzt zu werden, existieren bei vielen Arbeitnehmern nicht erst seit gestern. Bereits vor 200 Jahren kam es in England zu Aufständen von einfachen Arbeitern. Anfang des 19. Jahrhunderts waren vor allem verarmte Spinner und Weber von der Entwicklung der maschinellen Webstühle betroffen. Ganz so düster wie einige Wissenschaftler ankündigen, sieht die Zukunft der Berufswelt also nicht aus. Durch die geringeren Geburtszahlen, vor allem in Deutschland, könnten wir in einigen Jahren sogar froh darüber sein, dass uns Maschinen aufwendige Arbeiten abnehmen werden. Ökonomen weisen darauf hin, dass eine ausreichende Bildungsanstrengung der wichtigste Faktor im Kampf um Arbeitsplätze sein wird. Denn nur wer gut ausgebildet ist kann in einer zukünftig hochtechnisierten Arbeitswelt bestehen.