Fitness-Tracker machen uns nicht gesünder, sagt Studie
Sie liegen im Trend und sehen schick aus, doch viel tun Fitness-Tracker eigentlich nicht. Das behauptet eine Studie.
Sie liegen im Trend und sehen schick aus, doch viel tun Fitness-Tracker eigentlich nicht. Das behauptet eine Studie.
Wir optimieren, messen und stellen Statistiken auf, um den perfekten Körper zu formen. Oft vergessen wir dabei aber die Psyche. Eine neue Studie behauptete nun nämlich, dass Willenskraft allein viel mehr bringt, als nach einem neumodischen Fitness-Tracker zu leben. Denn Testergebnissen zufolge hatten die kleinen Helfer am Handgelenk keinen direkten Einfluss auf die Bewegungsfreude ihrer Träger. Auch dann nicht, wenn eine finanzielle Belohnung daran gebunden war.
800 zufällig gewählte Vollzeitarbeiter im Alter von 21 bis 65 wurden in einer Testreihe über mehrere Monate beobachtet. Alle trugen einen Fitness-Tracker. Bei keinem der freiwilligen Probanden wurde jedoch eine Veränderung in der Anzahl der täglichen Schritte festgestellt. Nichtsdestotrotz verbesserte sich deren aerobes Training und sie wiesen 16 Minuten mehr Bewegung in der Woche auf, als Menschen ohne Tracker.
Selbst ein Ansporn - in Form von Geldgeschenken - half den meisten nur kurzfristig und nach spätestens sechs Monaten war diese Motivation ausgeschöpft. Als die Geldgeschenke schließlich komplett aufhörten, ließen auch 90 Prozent der Probanden ihren Fitness-Tracker links liegen. Nur zehn Prozent trugen das Armband auch noch nach zwölf Monaten Testlaufzeit.
Die Wissenschaftler glauben, dass es daran liegt, dass wir Menschen zu schnell von Helfer-Gadgets abhängig werden. Das vermittle ein falsches Gefühl der Sicherheit und bewirke keine tatsächliche Verbesserung ihrer Gesundheit. Stattdessen rieten sie dazu, dass man sich lieber auf seine Willenskraft und sein Körpergefühl verlassen sollte.