Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Neue Studie wurde veröffentlicht

Aufgepasst: Ein regelmäßiger Mittagsschlaf soll Diabetes fördern

Laut Forschern ist die Dauer des Nickerchens entscheidend.

Studie wurde veröffentlicht

Yamada Tomahide von der Universität Tokio fand heraus, in wie weit ein tägliches Nickerchen mit einer Diabetes-Erkrankung zusammenhängt. Bei seiner Forschung wertete er Daten von über 300.000 Menschen aus und kam zu folgendem Ergebnis:

Ein regelmäßiger Mittagsschlaf fördert Diabetes. Entscheidend hierbei soll jedoch die Dauer des Schlafes sein. Ein 45 Prozent höheres Diabetes-Risiko sollen demnach Personen haben, welche sich tagsüber länger als eine Stunde zum Schlafen hinlegen. Für Menschen, welche nur 40 Minuten am Tag wegnicken, sei das Risiko schon deutlich geringer, versicherte Tomahide.

Die kompletten Studieergebnisse sollen bei der European Association for the Study of Diabetes (EASD)-Tagung in München veröffentlicht werden.

Warum erkranken so viele Menschen?

Risikofaktoren wie die Erkrankung an Diabetes werden etwa durch Bewegungsmangel und Übergewicht begünstigt. Für eine Klärung des genauen Zusammenhangs seien klinische Studien nötig, die es bislang noch nicht gebe, hieß es abschließend.

Auch erklärte Dr. Joel Zonszein, Direktor des klinischen Diabetes Center in Montefiore Medical Center in New York City, zur zentralen Frage, warum manche Menschen länger schlafen, folgendes: „Vielleicht treten längere Nickerchen als kurze Schlafphase häufiger bei jenen Personen mit langen Arbeitszeiten, viel Stress und einer hohen Arbeitsbelastung auf. Und vielleicht ist Stress verbunden mit Fast-Food-Essen und so weiter. Also könnten die langen Nickerchen auch die Kennzeichnung eines Lebensstil sein.“

Was ist Diabetes?

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Daher wird diese Erkrankung umgangssprachlich als Zuckerkrankheit bezeichnet. Diabetes kann in jedem Alter, bei Frauen und Männern gleichermaßen auftreten. Im natürlichen Stoffwechsel wird das körpereigene Hormon Insulin benötigt, um Glukose (Traubenzucker) in die Körperzellen aufnehmen zu können, welche in lebensnotwendige Energie umgewandelt wird.

Durch die Aufnahme von Zucker in die Zellen sinkt der Zuckerwert im Blut, weshalb das Gehirn die Veränderung registriert und den Befehl an die Bauchspeicheldrüse gibt, die Produktion von Insulin wieder einzustellen. Sollte man an Diabetes erkrankt sein, ist dieser fein aufeinander abgestimmte Regelmechanismus gestört. Hierfür gibt es hauptsächlich zwei Ursachen, und daher wird Diabetes auch in zwei verschiedene Typen (Typ 1 - Insulin-Mangel und Typ 2 - Insulin-Resistenz) unterteilt.
Im Jahr 2013 gab es weltweit rund 382 Millionen Betroffenen. Dies sind 8,3 Prozent der Weltbevölkerung, weshalb sich Diabetes zu einem der größten Gesundheitsprobleme der Welt entwickelt. In Deutschland gab es in selben Jahr sechs Millionen Erkrankte und fast 1000 Neuerkrankungen am Tag. Ebenfalls wurde mitgeteilt, dass alle 20 Minuten ein Mensch daran stirbt!

Wie kann ich Diabetes vorbeugen?

Diabetes kann man unter anderem vorbeugen, indem man kalorien- und fettarm, vollwertig und ballaststoffreich isst. Außerdem sollte man zwei Liter Wasser am Tag trinken und sich täglich mindestens 30 bis 60 Minuten bewegen.