Ein sechsjähriger New Yorker schaute sich auf seinem Smartphone Videos an – als es plötzlich in Flammen aufging.

Es ist eine Horror-Vorstellung: Euer Smartphone wird ungewöhnlich heiß, geht in Flammen auf und explodiert in Eurer bloßen Hand. Einem amerikanischen Kleinkind ist genau das nun passiert. Der Hersteller muss mit Konsequenzen rechnen – und warnt erneut seine Kunden.

Schockierender Vorfall
Die Großmutter des Jungen äußerte sich gegenüber einer amerikanischen Zeitung zu dem Vorfall. Sie erklärte, dass der sechsjährige Grundschüler sich gerade Videos auf dem Gerät ansah, als der Akku explodierte. Nach dem Unfall wurde der Junge direkt in ein Krankenhaus gebracht, in welchem seine Verbrennungen behandelt wurden. Mittlerweile wurde er wieder entlassen, hat laut der Großmutter jedoch panische Angst erneut ein Smartphone zu verwenden. Verständlich! Auch das Gerät eines amerikanischen Bauarbeiters ging in Flammen auf, als es in seiner Hosentasche steckte. Sowohl die Familie des kleinen Jungen als auch der Bauarbeiter stehen in Kontakt mit dem Handyhersteller.

Wirtschaftlicher Schaden
Nachdem bereits mehrere amerikanische Fluggesellschaften und auch die Flugaufsicht von der Nutzung des Geräts während des Flugs abgeraten hatten, rief Samsung inzwischen sogar selbst zu dieser Maßnahme auf. Demnach sollen Kunden das Smartphone sofort ausschalten, es nicht mehr aufladen oder nutzen und so schnell wie möglich umtauschen. Nach dem Verkaufsstopp am 3. September kam es jetzt also auch zu einer Rückrufaktion. Diese ist bei Smartphones in diesem Ausmaß bisher einmalig und dürfte das Unternehmen Samsung viel Geld kosten. Der finanzielle Schaden der durch den Rückruf entsteht soll bei ungefähr einer Milliarde Euro liegen. Berechnet man den erheblichen Imageschaden in diese Summe mit ein, so soll sich die Gesamsumme auf circa 4 Milliarden Euro belaufen. Auch der Aktienkurs des südkoreanischen Herstellers ist eingebrochen: Der Kurs gab an der Börse von Seoul bis zum Montagmittag mehr als sieben Prozent nach.

Der Grund für die Handy-Explosionen ist mittlerweile bekannt und behoben: Eine der Akkulieferungen wurde fehlerhaft produziert und fatalerweise in die Smartphones eingebaut. Eine Untersuchung hat ergeben, dass innerhalb des Akkus Anode und Kathode durch einen sehr seltenen Produktionsfehler in Kontakt geraten können. Auch wenn davon nur 0,1 Prozent der Geräte betroffen sind: Aus Sicherheitsgründen sollten alle Geräte beim Hersteller umgetauscht werden.