Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Einem Mann droht lange Haftstrafe

Gefängnis dank "Pokémon Go"!

Ein russischer YouTuber spielt "Pokémon Go“ in einer Kirche und veröffentlicht ein Video davon. Jetzt muss er mit harten Konsequenzen rechnen.

Ruslan Sokolowski ist ein leidenschaftlicher Fan des Spiels "Pokémon Go“. Das Problem: Der Russe filmte sich während er in einer Kirche spielte und stellte ein Video davon auf YouTube. Die russische Justiz konnte darüber nur wenig lachen – und steckte den Jurastudenten in Untersuchungshaft.

Erschreckende Konsequenzen

Dass die russische Justiz sehr konservativ eingestellt ist, sollte eigentlich bekannt sein. Davon ließ sich Sokolowski nicht abhalten und lud sein provokantes Video auf YouTube hoch. Die daraus resultierenden Konsequenzen sind erschreckend: Mit zwei Monaten Untersuchungshaft und anschließend mehreren Jahren Gefängnis muss der in Russland gefeierte YouTube-Star rechnen.

Bekannte Vorgehensweise

Der Grund hierfür ist ein neu veröffentlichtes russisches Gesetz: Das Video selbst bezieht sich nämlich auf ein staatliches "Pokémon Go“-Verbot bei Wahlen und in Kirchen. Der Jurastudent wollte wohl einfach mal testen ob die Justiz dieses Verbot wirklich so ernst nimmt – und sitzt jetzt hinter Gittern. Für viele wird diese Konsequenz völlig überzogen klingen, aber hohe Strafen für rebellische Aktionen gegen die Kirche sind in Russland keine Seltenheit. Schon die Pussy Riot-Sängerinnen wanderten für ihren nackten Auftritt in einer Kirche zwei Jahre in den Knast.
 

Es gibt allerdings noch Hoffnung für Ruslan Sokolowski. Die örtliche Kirche erklärte, sie würde sich für dessen Freilassung aussprechen, wenn das Video aus dem Internet verschwände. Eines ist schließlich sicher: Der junge Russe hat seine Lektion gelernt – und man darf hoffen, dass er mit einem Schrecken davonkommt!