Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
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Beschlagnahmung von hunderten Strandartikeln

Italien verhängt Verbot für Strandliegen-Reservierer

Wer sich früh morgens schon den besten Platz am Pool mit einem Handtuch reservieren möchte, sollte das schleunigst unterlassen - Denn in Italien wird dieses Vergehen jetzt mit hohen Geldstrafen geahndet!

Sonnenanbeter hergehört

Wer im Urlaub ist, möchte diesen auch genießen. Den Tag entspannt auf einer gemütlichen Liege am Pool zu verbringen, gehört da einfach dazu. Doch wer in einer Touristenhochburg urlaubt, kommt eher selten an eine Sonnenliege in Poolnähe - als Alternative bleibt nur der harte Fußboden. Oder aber man behilft sich mit dem dreisten Reservieren einer Liege. So wird bereits mitten in der Nacht oder in aller früh das Pool-Revier mit einem Handtuch markiert. Weil diese nächtliche Aktion Schlaf raubt, legt sich der Liegen-Dieb allerdings noch mal hin, bis er dann gegen Mittag tatsächlich bereit ist, seinen dreist reservierten Front-Row-Platz endlich zu nutzen. Diese Art des "Urlaubssports"  ist nicht nur unverschämt allen ehrlichen Sonnenanbetern gegenüber, sondern in Italien nun auch strafbar.
 

Reservieren verboten

Das Hafenamt des italienischen Urlaubsorts Livorno hat jetzt drastische Maßnahmen ergriffen, um den Liegen-Reservierern den Gar auszumachen: An einem Strandabschnitt der Stadt wurden auf gut 100 Metern alle Gegenstände, die zu Reservierungszwecken dienten, eingesammelt! Wer sein Hab und Gut zurückhaben wollte, musste mit einer saftigen Strafe von bis zu 200 Euro rechnen!

Hohe Strafen

Doch der Badeort in der Nähe von Pisa ist nicht der einzige, der gegen dreiste Touristen vorgeht. Weitere Städte in dem beliebten Urlausland wollen das dreiste Reservieren an öffentlichen Strandabschnitten unterbinden. Italienische Behörden sprechen von einem "unsittlichem und respektlosem Verhalten" der Urlauber. Ob es bald eine genormte Regelung für Standgänger im ganzen Land geben wird, kann derzeit aber noch nicht gesagt werden. Wer sich also die Rosinen der Liegeplätze raussuchen möchte, sollte sich auf was gefasst machen - denn jede Provinz hat in Bezug auf Handtuch-Reservationen ihre eigenen Regeln! Bereits vor einigen Jahren mussten Urlauber in einer italienischen Gemeinde ein Bußgeld von 1.000 Euro zahlen, weil sie ganze zehn Liegeplätze für sich reservierten! Damit der Urlaub nicht teurer als geplant wird, sollte man sich einfach an den Platz legen, der gerade frei ist. Wer aber trotzdem den besten einnehmen möchte, sollte einfach seinen Strandtag schon früh morgens beginnen - wenn sich der Großteil der Touristen noch beim Frühstück befindet ...