Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Springender Mann mit Cap im orangenen T-Shirt
Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe

Foltert die türkische Polizei Putschisten?

Von Vergewaltigung über Schläge bis hin zur Folter: Angesichts der neuesten Berichte von Amnesty International ist die Sorge um die Menschenrechte in der Türkei größer denn je …

Das Beben nach dem Beben

Recep Tayyip Erdoğan räumt in der Türkei radikal auf. Binnen einer Woche wurden nach dem gescheiterten Putschversuch mehr als 60.000 Staatsbedienstete suspendiert. Insgesamt 6.000 Türken wurden inhaftiert. Sogar Sporthallen werden zur Unterbringung der großen Anzahl an Häftlingen genutzt. Doch was geschieht hinter verschlossenen Türen? Glaubt man den Berichten der Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" muss man sich um die Türkei große Sorgen machen.
 

Bericht veröffentlicht

Amnesty behauptet in einer Stellungnahme von schweren Misshandlungen gegen Inhaftierte zu wissen. Laut den Berichten halte man die Gefangenen bis zu 48 Stunden in schmerzhaften Körperpositionen fest, schlage oder foltere sie. Sogar von Vergewaltigungen ist die Rede. Dabei beruft sich die Organisation auf Berichte von zuständigen Ärzten, Juristen und einem der Wärter. Letzterer berichtet zudem von Knochenbrüchen, Gesichtsschwellungen und schweren Wunden, die dazu führen, dass manche der Putschisten nicht mal mehr die Kraft hätten zu laufen. Frauen sollen ebenfalls massiv geschlagen und misshandelt worden sein. Stimmen die Augenzeugen-Berichte, die Amnesty International übermittelt wurden, stellt sich die Frage, in welche Richtung die demokratische Türkei derzeit abdriftet.