Die genetisch vererbbare "letale familiäre Insomnie" raubt ihren Patienten den Schlaf. Ein Heilmittel gibt es bis heute nicht.

 


Ein Rätsel
Seltene Erbkrankheiten sind bis heute ein Phänomen in der Wissenschaft. Wie gerne würde die Medizin mehr über diese rar auftretenden Krankheitserscheinungen wissen, die jedoch leider oft zu wenige Menschen haben, um überhaupt anständige Versuchsergebnisse zu erhalten.


Ein passendes Beispiel hierfür wäre die letale familiäre Insomnie, auch genannt tödliche familiäre Schlaflosigkeit oder abgekürzt aus dem Englischen, FFI.


Tickende Zeitbombe

Mit eben dieser Krankheit wurden das Geschwisterpaar Lachlan und Hayley Webb aus Australien diagnostiziert. Hierbei handelt es sich um eine stark ausgeprägte Schlafstörung, die sich nach und nach immer weiter verschärft, bis der Patient eines Tages überhaupt nicht mehr in seine Tiefschlaf-Phase fallen kann und schließlich sterben muss.


Wissenschaftliche Erklärungen für ein derartiges Krankheitsbild sind zwar bereits mehr oder weniger gefunden worden, doch eine Behandlung oder ein Heilmittel gibt es nicht. Die Mutter der Beiden starb mit 61, ihre Tante mit 42 und ihr Onkel mit gerade einmal 20 Jahren - Alle litten unter der genetisch weiterverabreichten Schlaf-Disfunktion.

Invalid Scald ID.


Der Krankheitsverlauf

Die ersten Symptome von FFI treten für gewöhnlich im mittleren Alter auf und sind gezeichnet durch starke Schlafstörungen, die nach und nach immer schlimmer werden und auch nicht durch Medikamente zu bändigen sind.


Schließlich werden die Träume immer lebendiger und der Patient fühlt sich auch im Wachzustand so, als wenn er gerade träumen würde. In einem späteren Stadium treten dann auch mehrere körperliche Folgeschäden auf, wie zum Beispiel Ataxie, bei welcher der Kranke vollständig die Kontrolle über seine Bewegungskoordination verliert.


Zur Zeit nehmen Hayley und Lachlan an einer wissenschaftlichen Studie an der University of California teil, die hoffentlich zu Fortschritten in der FFI-Forschung führen wird.