Medienberichten zufolge soll Rapper Jay-Z einer Familie Rechtshilfe leisten, die vor ein paar Wochen Opfer von brutaler verbaler und körperlicher Polizeigewalt geworden ist.

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Ungerechtigkeit ist ihm ein Dorn im Auge
Im Mai 2019 ereignete sich in der US-amerikanischen Stadt Phoenix im Bundesstaat Arizona, ein Vorfall, bei dem eine junge Familie von der Polizei mit einer Waffe bedroht wurde. Dravon Ames, seine Verlobte Iesha Harper und ihre vierjährige Tochter kauften im günstigen Gemischtwarenladen “Family Dollar” ein, als ihr Kind unbeobachtet eine Barbie-Puppe mitgehen ließ. Dies sei den Eltern nicht aufgefallen. Nachdem sie das Geschäft verlassen hatten, fuhren sie zu einem Apartmentkomplex. Dort wurden sie von Polizisten angehalten, die die Familie erst aufs übelste schikanierten und ihnen drohten, sie zu erschießen. Passanten hatten das ganze Szenario gefilmt und ins Internet gestellt, der Clip ging um die Welt.

Laut einem Bericht des Nachrichtensender “Fox 10 Phoenix”, welcher vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde, hat das Paar eine Klage in Höhe von 8,9 Millionen Euro - rund 10 Millionen Dollar - eingereicht. Sie wollen außerdem, dass die gewalttätigen Beamten, die komplett überregierten und offensichtlich ihre Macht missbraucht haben, entlassen werden. Und hier kommt Jay-Z ins Spiel. Der Rapper und Ehemann von Beyoncé soll seinen Rechtsanwalt Alex Spiro angeheuert haben, um die Familie pro-bono zu unterstützen. Das folgende Video fasst sowohl die guten Absichten des Musikmoguls, wie auch den Tathergang selbst noch mal auf Englisch zusammen.

Der Retter in der Not
Erst kürzlich wurde Jay-Z vom Wirtschaftsmagazin “Forbes” zum ersten Rap-Milliardär der Welt erklärt. Dabei ist es schön zu sehen, dass der 49-Jährige seine Kohle nicht nur für sich und seine Familie raushaut, sondern sie auch für einen guten Zweck einsetzt. Der “99 Problems“-Interpret hat seinen Star-Anwalt schließlich nicht zum ersten Mal zur Hilfe holt. Schon in mehren Fällen haben Jay-Z und der in New York lebende Spiro Menschen in Not aus der Patsche geholfen. So auch zuletzt bei Rapper 21 Savage, welcher Anfang des Jahres von der US-Einwanderungsbehörde ICE geschnappt wurde, da er sich seit seiner Jugend ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in den Vereinigten Staaten aufhielt. Ihm drohte die Abschiebung in seine eigentliche Heimat England. Daraufhin ging Jay-Z dazwischen. Tatsächlich entließen die Behörden den 26-Jährigen nach ein paar Tagen gegen eine Kaution.

Und dann wäre da noch Meek Mill: Der Rapper und Ex von Nicki Minaj wurde wegen des Verstoßes seiner Bewährungsauflagen zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Dies führe zur Gründung der “Reform Alliance”-Organisation, welche es zum Ziel hat, eine Justizreform mit fairen Gesetzen zu erwirken und die willkürliche Verhängung von Freiheitsstrafen zu verhindern.