
Am 14. September 1983 wurde in London das Mädchen geboren, das einmal zu einer der größten Soul-Künstlerinnen Großbritanniens werden sollte: Amy Jade Winehouse.

In eher bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, kam Amy im Alter von neun Jahren an die Susi Earnshaw Theatre School und vier Jahre später auf die Sylvia Young Theatre School. Mit 14 trat die junge Schauspielerin mit anderen Schülern in einer Episode von "The Fast Show" auf, doch im selben Jahr wurde sie angeblich von der Schauspielschule verwiesen, weil sie sich nicht benehmen konnte und sich die Nase gepierct hat.
Mit Hilfe ihres Freunds Tyler James schaffte es die damals 19-Jährige ins Musikbusiness.
Ihr Debütalbum "Frank" veröffentlichte sie im Oktober 2003, bei dem sie fast jeden der Songs mitgeschrieben hat.
Trotzdem war Amy nicht 100 % zufrieden mit dem Album und konzentrierte sich danach mehr auf ihre wirklich große Leidenschaft: Die Girlgroups der 50er und 60er Jahre (daher die verrückte Beehive-Frisur).
Ihr Stil mit dem Madonna-Piercing und dem Amy "Bienenkorb" wurde übrigens 2007 von Karl Lagerfeld bei einer Chanel-Modenschau übernommen!
Für ihr zweites Album "Back to Black", das 2006 wie eine Bombe einschlagen sollte, holte sie sich die Dap-Kings ins Studio.
Und dieses Album war es dann auch, das Amy über Nacht zum internationalen Superstar machte - fünf Grammys auf einen Schlag, Tournee, TV-Shows und sogar einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde für die meisten Grammy Awards, die eine Britin je gewonnen hat! Um mit so viel Erfolg klar zu kommen, muss man sehr stark sein...
Dass Amy genau das eben nicht war, zeichnete sich schon früh ab.
Schon 2005 gestand Amy Essstörungen, Depressionen, selbstverletzendes Verhalten und Drogenmissbrauch.
2007 rutschte die Souldiva durch Ehemann Blake Fielder-Civil dann noch tiefer in die harten Drogen.
"A little bit of anorexia, a little bit of bulimia. I'm not totally okay now but I don't think any woman is"
Für ihre unkontrollierten Alkohol-Exzesse war sie schon lange berühmt. Über ihren Lieblingscocktail Rickstasy sagte sie selbst
" By the time you’ve had two of them you’re like, don’t even try and go anywhere. Sit down and stay down, until the birds start singing."
Ihr letzter Auftritt in Belgrad am 18. Juni 2011 war leider alles andere als eine unvergessliche Performance ihres unglaublichen Talents. Unvergessslich ja, aber leider nur, weil sie zum x-ten und zum letzten Mal betrunken und high über die Bühne stolperte. Spätestens jetzt wussten die Fans und die Welt, dass Amy es nicht schaffen würde.
So tragisch das klingen mag, aber auch Amy wusste das wohl schon früh. Eine enge Freundin sagte schon vor Jahren, Amy war fasziniert von diesem Mythos und wollte dem Club 27 sogar beitreten, um für ihre Musik und ihre einmalige Stimme, genau wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Kurt Cobain, Jim Morrison, Brian Jones und viele andere, der Welt für immer in Erinerung zu bleiben.
Was hat es mit dem Mythos des "CLUB 27" auf sich?
Depressionen, Drogensucht, unkontrollierte Ausbrüche, Selbstzerstörung - das alles sind Hinweise auf eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. „Borderline-Störungen haben im Alter von 26,9 Jahren durchschnittlich ihre schwerste Ausprägung" Schon 2008 diagnostizierte der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Prof. Bandelow, bei Amy eine Borderline-Störung mit Drogen- und Magersucht. Dieser Arzt ist noch immer der Meinung, dass Amy eine Chance gehabt hätte, wenn man sie damals entmündigt und sie psychologische Unterstützung bekommen hätte.
Wieso ihre Familie diesen Schritt nie gegangen ist, weiß niemand so genau.
Und jetzt spielt es keine Rolle mehr.
Nach nur 27 Jahren hat die Welt am 23.07.2011 eine seiner größten Soul-Talente, ein eigentlich ziemlich zerbrechliches Mädchen, auf die wohl tragischste Weise verloren.
Nur drei Tage später erwiesen Freunde und Familie Amy auf dem jüdischen Friedhof Edgwarebury Lane in London die letzte Ehre.
Ob sie schlicht den Lebensweg gewählt hat, den sie wollte oder ob sie hilflos und einsam an ihm zerbrochen ist, wird sich nie klären lassen.
"I can't even breathe right my now I'm crying so hard i just lost 1 of my best friends. I love you forever Amy & will never forget the real you.
"i miss my friend!
“Nicht viele Menschen haben das Zeug dazu, etwas zu tun, weil sie es lieben – ohne Aufsehen und ohne Kompromisse. Sie wusste wozu sie in der Lage war und sie musste sich noch nicht einmal groß anstrengen… Es schien ihr einfach leicht zu fallen und deshalb haben wir sie alle so sehr geliebt. Wir glaubten jedes Wort, das sie geschrieben hat… Ich glaube nicht, dass sie sich darüber im Klaren war, wie wichtig sie war. Und das macht sie doch noch charmanter. Ich bin wirklich traurig über ihren Tod, aber ich bin auch verdammt stolz auf sie und ich kann mich glücklich schätzen, dass sie mich so sehr inspiriert hat. Amy fliegt nun durch das Paradies.” “digitalspy.co.uk” berichtet
Ob selbst betroffen oder als Angehöriger: Hier findest du bundesweit schnelle, anonyme Hilfe:
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