„Mein erstes Wort war Yo“ behauptet Marteria in seinem Song „Endboss“ Und das nimmt man dem gebürtigen Rostocker auch ab, denn er zählt zum Besten, was deutscher Hip Hop derzeit zu bieten hat. Mit seiner Wort-Akrobatik knüpft er nahtlos an die Pioniere des deutschen Hip Hops, wie „Blumentopf“, „Die Fantastischen 4“ oder „Absolute Beginner“ an. Dazu kommen eine dröhnende Bassline und Synthiesounds und voila - schon hat sich Marteria seine eigene Nische geschaffen!
Marten Laciny, wie Marteria mit bürgerlichem Namen heißt, ist Sohn einer Lehrerin und eines Seemanns und erblickt 1982 in Rostock-Lichtenhagen das Licht der Welt. Als Jugendlicher ist er glühender Fan des "FC Hansa Rostock" und auch selbst aktiver Kicker. Marten hat Talent, schafft es sogar in den U17 Kader der deutschen Nationalmannschaft. Seine Leidenschaft zum Hip Hop übernimmt er von seinem älteren Bruder, der im Radio alle Songs von „Public Enemy“ und „Run DMC“ mitschneidet. 1995 beginnt Marten schließlich selbst zu rappen in der Crew „Warn Direct“. Zwei Jahre später entsteht sein Alter-Ego Marteria. Doch dann wird seine Rap-Karriere jäh beendet…

Bei einer Reise in die USA wird Marten von einem Modelagenten entdeckt und zieht nach New York. Und der Rostocker hat Erfolg, modelt
für „Diesel“ und „Hugo Boss“. Für seine Jobs reist er durch die ganze Welt, nach Tokio, Mailand oder London. Doch er lernt auch die Schattenseiten des Business kennen und sieht, wie andere Models am Erfolgsdruck zerbrechen. Nach einem Jahr kehrt er zurück in die Heimat und versucht es erneut als Rapper.
So beschreibt Marten selbst, seine Erfahrungen als Model:
Zurück in Deutschland schließt Marteria sich der „Underdog Crew“ an, einer der bekanntesten Rap-Kombos im Osten. 1999 bekommt er einen Solo-Vertrag bei „Punchline Records“, doch das Label geht Pleite, bevor er ein Album herausbringen kann. Vier Jahre später zieht der Rapper nach Berlin, versucht sich als Schauspieler und besucht sogar eine Schauspielschule. Und auch hier ist Marten erfolgreich, macht Werbespots, spielt in Kurzfilmen mit und arbeitet als Synchronsprecher. Gleichzeitig entsteht sein zweites Alter-Ego „Marsimoto“.
Was es damit auf sich hat, erzählt Marteria hier:
Marten alias Marteria alias Marsimoto bringt 2006 schließlich sein erstes Solo-Album "Halloziehnation" auf den Markt. Bereits ein Jahr später folgt das erste Marteria-Album "Base-Ventura“. Im gleichen Jahr geht’s mit Jan Delay auf Tour. Es folgt eine weitere Platte von Marsimoto „Zu Zweit Allein“. Doch erst 2010 gelingt Marteria mit seinem Album „Zum Glück in die Zukunft“ der endgültige Durchbruch und belegt Platz 7 der Albumcharts. Dabei erhält er Unterstützung von Produzententeam „The Krauts“, die auch bei Miss Platnums Platte „The Sweetest Hangover“ die Finger im Spiel hatten. Auch Jan Delay und Peter Fox sind mit von der Partie, die einige Songs featuren und sich in Interviews als große Materia-Fans geoutet haben. Rap-Kollege Sido ist ebenfalls begeistert von dem Wahl-Berliner.
Bei „Zum Glück In Die Zukunft“ zeigt Marteria, von welchen Format er ist, schreckt nicht davor zurück, mit seinem Sound zu experimentieren. Auch von den Kritikern bekommt er endlich die Annerkennung, die er verdient hat. Sowohl Fans von altem deutschen Hip Hop, als auch Genre-Fremde kommen bei ihm voll auf ihre Kosten, da Marteria sich einfach nicht in eine Kategorie stecken lässt.
Wir sind jedenfalls begeistert von seinen intelligenten Texten und einzigartigem Sound und sind uns sicher, dass wir von Multitalent Marteria noch viel erwarten dürfen!

Mit dieser Single bekam Marteria die ersten Radio-Plays und wurde auch der breiteren Masse zugänglich. Das Video war einigen TV-Sendern zu heiß, auch auf Youtube wurde der Clip wegen zu freizügiger Szenen zensiert.
Wer zu faul ist, sich den ganzen Artikel durchzulesen, bekommt hier direkt von Marteria seine Birografie geliefert
Seit der Atom-Katastophe in Japan, wird "Verstrahlt" von einigen Sendern boykottiert. Marteria selbst betont, dass sein Song nichts mit der Thematik zu tun hat.
In "Sekundenschlaf" rappt Marteria über die Vergänglichkeit des Lebens. Unterstützung bekommt er dabei von Seeed-Frontmann Peter Fox.
Hier ein Live-Auftritt von Marteria und seinem kiffenden Alien Alter-Ego Marsimoto
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