Anfangs wollte der Clevelander Kid Cudi eigentlich ein typisches Highschool Album abliefern, das Hip Hop von seiner natürlichsten und geradlinigsten Seite zeigt. Schon auf seinem Debüt Album „Man On The Moon: The End Of The Day“ wurde das deutlich. Doch irgendwie entschloss sich Scott Ramon Seguro Mescudi, wie er mit richtigem Namen heißt, anders und kam vom ursprünglichen Leitfaden ab.
Während das erste Album seine Träume, Albträume und Visionen darstellt, zeigt Cudi sich im neuen Album ungewohnt offen und gibt Einblicke ins wirkliche Leben eines Kid Cudi. Er selbst sagt zur neuen Platte: "Man On The Moon II klingt von Natur aus dunkel. Im Gegensatz zu meinem ersten Album führe ich euch nicht in die Welt meiner Träume, sondern in meine Realität, die gute sowie schlechte Zeiten aufweist. Musikalisch gesehen spiele ich wieder mit den Grenzen verschiedenster Genres. Sehr viele von euch haben Artikel über mich gelesen und denken nun, sie wüssten wer ich bin, aber da täuscht ihr euch. Einige hassen mich und reden mit ihren Kollegen dummes Zeug über mich, aber sie haben nicht die geringste Ahnung, was für eine Person ich wirklich bin. Auf meinem kommenden Album werde ich die Geschichte von Herrn Rager erzählen.“
Genau wie bei der ersten LP ist die neue, ähnlich dem Drama, in fünf Akte unterteilt und zieht mit dem ersten Beat direkt in seinen Bann. Ebenso, wie bei einem klassischen Drama führt Cudi zum Thema hin: "Scott Mescudi Vs. The World" spielt auf den Sinn, nämlich sein wahres Leben zu zeigen, perfekt an. Nicht nur der Text, sondern auch die eher traurig klingenden Sounds untermalen den Opener noch einmal passend. Bis auf einzelne Songs ist auch das gesamte Album voll mit melancholischen Beats.
Eigentlich sollte die neue Platte „Cudder: The Revolution of Evolution“ heißen, doch Cudi entschloss sich dann doch dazu, sein neues Album an das Alte anzuknüpfen. Und so entstand „Man On The Moon II: The Legend Of Mr. Rager“, ein, wie wir finden, überaus gelungenes Album, das noch einiges mehr verspricht. Aber wir fragen uns, wo die ganzen Partytunes á la „Day’n’Night“ oder „Memories“ abgeblieben sind.
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