Das sind die fünf besten Orte, um lange glücklich und gesund zu leben

von bigFM Staff / 03.01.2018 - 14:10

Lebensqualität

Der amerikanische Bestseller-Autor Dan Buettner ist sich sicher: Der Weg zu einem glücklichen und gesunden Leben führt nicht über magische Pillen oder medizinische Eingriffen, sondern über das ändern einiger Gewohnheiten und den Ort, an dem man lebt. 
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Wo lebt es sich am Besten?
Menschen aus weltweit fünf Orten haben laut des US-amerikanischen Autoren Dan Buettner die gesündeste Lebensweise - denn sie knacken die 100-Jahre-Marke durchschnittlich sehr viel öfter als Menschen, die an anderen Orten leben. Das schildert der 57-Jährige in seiner Veröffentlichung, die den Namen "The Blue Zones: Lessons for Living Longer From the People Who've Lived the Longest" trägt.

Die blauen Zonen 
Die "Blue Zones" sind ein anthropologisches Konzept, das den Lebensstil der Bewohner einer Stadt oder eines Landes beschreibt, in der die Menschen wesentlich älter werden als in anderen Regionen der Welt. Laut Buettners Recherchen soll dieses Phänomen besonderns in fünf Städten auftreten. Auf der griechischen Insel Ikaria, in der kalifornischen Stadt Loma Linda, auf der Mittelmeerinsel Sardinien, im japanischen Okinawa und auf der Nicoya-Halbinsel Nahe Costa Rica. "Nur etwa 20 Prozent unserer Gene bestimmen, wie lange ein Mensch durchschnittlich lebt", so Dan Buettner in seiner Veröffentlichung.

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Unterschiedlicher Lebensstil 
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Deutschen beträgt laut Angaben des statistischen Bundesamts 81 Jahre. Bewohner der "Blue Zones" hingegen leben im Schnitt etwa 20 Jahre länger. Als Grund für diesen signifikanten Altersunterschied sehen Forscher die Weise, wie diese Menschen ihren Lebensstil führen. So wird körperliche Fitness auf der griechischen Insel Ikaria nicht etwa in Fitnessstudios ausgeübt, sondern im Alltag. Denn hier Laufen die Bewohner so gut wie jede Strecke - das Auto nutzen sie nur im Notfall. Zudem pflegen die Inselbewohner eine stärkere Gemeinschaft, die sie auch im Alter fit hält. 

Ernährung, Sonne, Aktivität 
Ein Venn-Diagramm, das die logische Beziehung zwischen zwei oder mehr Mengen darstellt, macht deutlich, warum die Bewohner der fünf genannten "Blue Zones" so viel älter werden als etwa Einwohner Deutschlands. Nicht nur ernähren sie sich oftmals gesünder, da besonders im Mittelmeerraum etliche Pflanzen wachsen, deren Früchte zum Speiseplan hinzugefügt werden können. Dank der japanischen Ernährungsmethode "Hara hachi bu" schaffen es die Bewohner Okinawas etwa, auch im hohen Alter ihr Gewicht zu halten und nicht an Erkrankungen, die mit Fettleibigkeit oder einer ungesunden Ernährungsweise einhergehen, zu leiden. Vegetarische Gerichten und Hülsenfrüchte stehen in asiatischen Ländern ganz oben auf der Speisekarte. Wo Deutsche teilweise täglich Fleisch brauchen, essen Japaner dies nur in Maßen. Des Weiteren spielt auch die Anzahl der Sonnenstunden eine Rolle für das Wohlbefinden und die Agilität eines Menschen. Die Schnittmenge all dieser Punkte ergibt eine Summe - quasi den heiligen Grahl des langen Lebens. So lässt sich sagen, dass die Familie, ein gesunder Lebensstil, soziales Engagement und physische Aktivität der Schlüssel für das hohe Alter der Bewohner der "Blue Zones" sind. 

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